Fragen und Antworten rund um Tiefkühlkost


Tiefkühlkost wird oftmals mit Fertiggerichten gleichgesetzt. Bei einer Produktvielfalt von beinahe 1000 Produkten alleine bei eismann kann man das nicht gelten lassen. Viele Fragen der Verbraucher bleiben immer wieder offen oder es ranken sich Mythen rund um das Thema der tiefgekühlten Lebensmittel. Denn es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem häuslichen einfrieren und dem professionellen Tiefgefrieren - dem Schockfrosten. Hier einige Fragen und Antworten rund um das Thema Tiefkühlkost - beantwortet vom Deutschen Tiefkühlinstitut:

Wie sichern die Hersteller die hohe Qualität ihrer Tiefkühlprodukte?

Grundsätzlich gilt: Es werden nur qualitativ hochwertige Lebensmittel verwendet und diese werden innerhalb kürzester Zeit bei sehr niedrigen Temperaturen durch Schockfrostung haltbar gemacht. Zudem müssen die Rohwaren genau den Anforderungen der Hersteller von Tiefkühlkost entsprechen, so dass beispielsweise der Anbau von Gemüse durch ständige Qualitätsuntersuchungen überwacht wird und die Ernte erst wenige Stunden vor der Weiterverarbeitung beginnt. Fische werden sogar meist schon an Bord des Fangschiffes tiefgefroren. Die strengen Kriterien der Qualitätssicherung gelten auch während der gesamten Produktion bis hin zur Verpackung, der Lagerung und dem Vertrieb der Produkte.

Was passiert mit den Vitaminen und Nährstoffen bei Tiefkühlkost?

Der entscheidende Vorteil von tiefgekühlten Lebensmitteln liegt in dem schonenden Erhalt der Frische über viele Monate hinweg. Die Produkte werden unmittelbar nach der Ernte, dem Fang oder der Verarbeitung bei den Herstellern schockgefrostet. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige Lebensmittel, bei denen der Nährwert, der Geschmack und der Genuss über einen längeren Zeitraum gesichert sind. So enthalten beispielsweise grüne Bohnen nach einem Jahr Tiefkühl-Lagerung bei minus 18 Grad Celsius noch 80 Prozent ihres ursprünglichen Vitamin C-Gehalts. Werden die Bohnen hingegen bei plus 4 Grad Celsius im Kühlschrank aufbewahrt, reduziert sich der Vitamin C-Gehalt bereits nach einer Woche auf knapp 40 Prozent. Noch drastischer ist der Vitaminabbau bei einer Raumtemperatur von plus 20 Grad Celsius: Nach bereits vier Tagen sind nur noch 20 Prozent Vitamin C in den grünen Bohnen vorhanden.

Was versteht man unter der Tiefkühlkette?

Die Tiefkühlkette schafft eine lückenlose Verbindung zwischen der Produktion tiefgekühlter Lebensmittel und den Verwendern. Ein entscheidender Faktor für die Top-Qualität tiefgekühlter Lebensmittel ist daher die Einhaltung der notwendigen Temperaturen in allen Bereichen der Tiefkühlkette. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass innerhalb der gesamten Kette die Produkte mindestens eine Temperatur von minus 18 Grad Celsius haben müssen. Kurzfristige Schwankungen von höchstens drei Grad sind zulässig. Die Tiefkühlkette beginnt gleich nach dem Tiefgefrieren bei arktischen Temperaturen in den Tiefkühlhäusern der Hersteller. Bei diesen Minusgraden bleiben die Frische und die hohe Ausgangsqualität der Lebensmittel optimal erhalten. Im weiteren Schritt der Tiefkühlkette werden die Produkte in gekühlten und isolierten Spezialfahrzeugen oder Containern auf Straße oder Schiene transportiert. 

Warum sind Tiefkühlerbsen so intensiv grün?

Gemüse aus der Tiefkühlung, wie Erbsen und Bohnen, wirken intensiver grün als die so genannten frischen Produkte im Lebensmittelgeschäft oder vom Markt. Das knackige Aussehen verdankt Tiefkühlgemüse dem Blanchieren – also dem kurzen Überbrühen mit kochendem Wasser oder Dampf und dem anschließenden Abschrecken in kaltem Wasser – und dem darauf folgenden Tiefgefrieren. Durch die Hitze wird der natürliche grüne Farbstoff in diesen Gemüsearten verstärkt und durch das Schockfrosten erhalten. Das kurzzeitige kontrollierte Blanchieren ist optimal, um die Qualität der Produkte zu bewahren. So wird beispielsweise die Keimzahl auf der Oberfläche des Gemüses reduziert und die Nährstoffe bleiben bestmöglich geschont.

Wie kann Tiefkühlkost im Haushalt gelagert werden?

Lagerfächer für Tiefkühlkost in Kühl-/Gefriergeräten werden entsprechend den erreichbaren Temperaturen mit Sternen gekennzeichnet:
* mindestens minus 6 Grad Celsius
** mindestens minus 12 Grad Celsius
*** mindestens minus 18 Grad Celsius
**** mindestens minus 18 Grad Celsius und kälter

Die Aufbewahrungszeiten tiefgekühlter Lebensmittel sind je nach Produktart unterschiedlich. Hier sind die Herstellerangaben auf der Verpackung zu beachten.

Noch mehr Fragen und die passenden Antworten findet man beim Deutschen Tiefkühlinstitut.

Was sagen Sie zu diesem eismann-Beitrag?

Um einen Kommentar abzugeben bitte einloggen oder registrieren.

Kommentare

Für diesen Artikel sind leider noch keine Kommentare verfügbar. Seien Sie der erste, der diesen Artikel kommentiert.