Weihnachten in Nordeuropa

Wer den Weihnachtsmann auf seiner Tour durch Nordeuropa begleitet, darf sich auf viel Abwechslung freuen. Und sollte genügend Hunger mitbringen.


Weihnachten in Nordeuropa ist so vielfältig wie seine Länder. Wir stellen Ihnen heute ein paar Traditionen und Bräuche vor.

Dänemark

Ab dem 13. Dezember werden die Tage langsam wieder länger hell, das wird mit dem Lichterfest Lucia gefeiert. Eine in weiß gekleidete Lucia-Braut mit einem Kranz auf dem Kopf, der mit Kerzen geschmückt ist, geht mit einer kleinen Schar Kinder durch Kindergärten, Altenheime und Schulen und gemeinsam singen sie Lieder. Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt am 23. Dezember mit dem „lille Juleaften“, dem kleinen Weihnachtsabend, wo der Baum geschmückt wird. Am Heiligen Abend wird mit der ganzen Familie deftig gespeist, gerne mit glasierten Kartoffeln, Rotkohl und Braten wie Gans, Ente oder Schwein. Traditionell wird in Dänemark zum Nachtisch Milchreis mit roten Kirschen und Mandeln serviert. Wer die ganze Mandel im Milchreis findet, bekommt noch ein Extrageschenk wie beispielsweise ein Glücksschwein aus Marzipan.

Finnland

Die Finnen sind fest davon überzeugt, dass in ihrem schönen Land die Heimat des Santa Claus ist. Dort lebt er auf einem knapp 500 Meter hohen Berg in Lappland und wird Joulupukki genannt. In seinem offiziellem „Office“ landen jedes Jahr etwa 18 Millionen Briefe aus 200 Ländern. Auch Rentiere und Weihnachtswichtel, die dem Weihnachtsmann bei den Vorbereitungen helfen, sind in Finnland beheimatet. Vor dem reichhaltigen Weihnachtsessen, bei dem der traditionelle Weihnachtsschinken nicht fehlen darf, frönen die Finnen noch dem Klischee und gehen in die Sauna.

Irland

Auch in Irland darf die Sauna nicht fehlen. Dekoriert wird traditionell mit Stechpalmen und Efeu. Wichtig ist dabei die Anzahl der Beeren an der Stechpalme, je mehr Beeren dran hängen, desto mehr Glück gibt es im nächsten Jahr. Serviert wird gerne eine Forelle mit Mandeln. Falls man den irischen Weihnachtsgruß nicht sofort versteht, braucht man sich nicht wundern. Es gibt auf der grünen Insel 4 verschiedene Varianten, zum Beispiel das zungenbrecherische „Nollaig Shona Duit“ oder „Ablythe Yuletide“.

Großbritannien

In Großbritannien liegt der Ursprung der Weihnachtskarten liegt. In jedem Jahr wechseln über eine Milliarde Weihnachtskarten den Besitzer. Es ist ein fester Brauch, die empfangenen Karten auf eine Girlande zu hängen oder sie auf den Kaminsims zu stellen. Den Britten ist es wichtig, Weihnachten bunt und fröhlich zu feiern. Das zeigt sich besonders in der reichhaltigen Dekoration der Städte und dem eigenen Zuhause. Auch kulinarisch kann man es sich richtig gut gehen lassen. Geräucherter Lachs und Garnelen machen morgens den Anfang, bevor es nachmittags mit dem Hauptgang und einem schönen großen Truthahn weitergeht. Zum Nachtisch gibt es traditionell Plumpudding.

 

 

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