10.10.2012

Die Geschichte zu Halloween


© Erica Guilane Nachez - Fotolia

In vielen Ländern und Kulturen ist "Halloween" mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Was aber verbirgt sich hinter diesem Tag?

Unsere Redaktion freut sich bereits seit einigen Wochen auf den 31. Oktober - denn zu Halloween gibt es bei uns jedes Jahr einen Kostümtag. Aber warum verkleidet man sich überhaupt? Was ist eigentlich der Sinn hinter Halloween und woher kommt dieser Brauch? Wir haben uns umgehört und nachgeforscht.

Wer hat's erfunden?

Die Geschichte von Halloween begann bereits vor über 5.000 Jahren. Damals endete das Jahr bei den heidnischen Kelten am 31. Oktober. Der Sommer endete und es begann die dunkle Jahreszeit. In dieser Nacht verabschiedeten die keltischen Priester den Sommer und feierten die Ankunft des Totenfürsten Samhain, der den Winter regierte. Der Tag war gekommen, an dem die toten Seelen derer, die im letzten Jahr gestorben waren, an den Ort ihres früheren Lebens zurückkehren konnten. Ziemlich gruselig und daher verkleideten sich die Menschen als Tote oder Geister, um die Verwandten zum einen einladend zu begrüßen und zum anderen aber auch, um die Toten, die nach Lebendigen suchten, zu täuschen und sie nicht als solche erkennen. Denn man glaubte, dass die Toten sich an diesem Tag einen Körper eines Lebendigen suchten, um in ihn für das kommende Jahr zu leben. Außerdem war der Glaube, dass Geister das Feuer fürchten, zur damaligen Zeit weit verbreitet - und so zündete man bereits am Vorabend auf den Hügeln Getreideopfer an, um den Winter zu begrüßen und die Seelen der Geister, Hexen und Dämonen abzuschrecken.

Von Allerheiligen zu Halloween

Als das Christentum die Kelten erreichte, hielten diese an ihren alten Bräuchen fest und jede noch so große Drohung konnte sie nicht davon abbringen. Um jedoch die Christianisierung voran zu treiben, veranlasste Papst Gregor IV im Jahre 837, dass am 1. November Allerheiligen gefeiert wurde. So musste man den alten Brauch nicht ablegen und konnte behaupten, man hätte den heidnischen Brauch erfolgreich bekämpft. Im 16. Jahrhundert führte schließlich die protestantische Kirche eine christliche Feier mit Namen "All Hallowed Evening" (übersetzt "Vorabend zum Allerheiligen") ein. Später wurde aus dieser Bezeichnung der gesellschaftsfähige und bis heute bekannte Begriff "Halloween".

Warum gibt es Süßigkeiten?

Heutzutage hat Halloween nichts mehr mit dem Christentum zu tun, sondern mit den alten heidnischen Bräuchen - ohne jeden spirituellen Hintergrund. Dabei ziehen Kinder als Geister, Zombies (wie meistens bei uns in der Redaktion) oder ähnlichem verkleidet von Haus zu Haus, um eine Gabe zu erbitten. Sie sprechen dabei den typischen Spruch "Trick or Treats" (übersetzt "Streich oder Süßes") und erhalten dann von den Erwachsenen verschiedene Süßigkeiten - andernfalls wird das Haus "heimgesucht", ganz wie es vor 5.000 Jahren die Geister taten. Dieser Süßigkeitenbrauch stammt wiederum aus dem Christentum: Im 9. Jahrhundert n. Chr. wanderten junge Christen am 2. November (Allerseelen), von Tür zu Tür und erbettelten so genannte Seelenkuchen. Im Gegenzug für diese Gabe beteten sie für ihre Spender und ihre Verstorbenen. Erhielten sie keine Gaben, verhängten sie über das Haus einen Fluch.

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