23.02.2014

„Helau“ und „Alaaf“ – woher kommt’s?


© Paul-Georg Meister/Pixelio

An den lustigen Tagen feiern Millionen Jecke den Karneval. In Karnevalshochburgen wie Düsseldorf, Köln oder Mainz hallen allgegenwärtig die Narrenrufe „Helau“ oder „Alaaf“ durch die bunten Straßen. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Ausrufen? Wir haben uns mal für Sie informiert.

Düsseldorf und Köln - beide Städte sind sich nicht ganz so grün. Auch zu Karneval gibt es zu den Festivitäten starke Unterschiede zwischen den beiden Rheinstädten. Das hört man allein schon an den unterschiedlichen Karnevalsrufen.

In Düsseldorf und Umgebung sowie auch in Mainz schreit man üblicherweise "Helau" aus vollen Kehlen. Woher genau dieser Ausruf kommt, ist nicht zu 100% geklärt. Zum einen meinen manche, dass er zurück auf das 18. Jahrhundert geht und sich aus dem Wort "Hellauf" ableitet - sinngemäß für die Karnevalisten, die ja bekanntlich zu dieser Zeit "hellauf begeistert" sind. Andere meinen, dass Helau eigentlich nichts anderes als eine Ableitung der englischen Begrüßung "Hello" ist.

Die Kölner haben ihren eigenen Karnevalruf namens "Alaaf, bzw. "Kölle Alaaf" und auch hier ist die Herkunft nicht Hieb- und Stichfest. Die wahrscheinlichste Herkunft ist die vom Fürsten Metternich im 16. Jahrhundert, der "cöllen al aff" ausrief, was soviel wie "Köln über alles" bedeutet. Eine andere Begründung liegt im Begriff "all-ab" (ausgesprochen als "all-af"), was so viel bedeutet wie "alles zur Seite". "Kölle alaaf" zur Karnevalszeit könnte man also frei übersetzen mit "Achtung Kölle, Platz da! Hier kommen die Jecken!"

Was auch immer man ruft, wo auch immer man feiert: Wir wünschen Ihnen eine tolle Karnevals- oder Faschingszeit.

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