10.02.2014

Valentinstag – alles nur Vermarktung?


© clearlens-images/Pixelio

Der Valentinstag ist ein Feiertag, dem mittlerweile fast überall auf der Welt große Beliebtheit entgegengebracht wird. In Deutschland, den USA und sogar auch in vielen asiatischen Ländern beschenkt man seinen Partner üblicherweise mit Blumen oder Schokolade. Deshalb wird diesem Feiertag oftmals nachgesagt, dass er lediglich eine Erfindung der Blumen- und Pralinenindustrie ist. Aber das stimmt nicht ganz.

Tatsächlich geht der Valentinstag auf den Bischof Valentin von Terni zurück, der im 3. Jahrhundert Paare heimlich verheiratet hatte, obwohl zu dieser Zeit ein kaiserliches Verbot über der Hochzeit von Soldaten mit deren Verlobten herrschte. Kaiser Claudius II fand dies allerdings heraus und ließ Valentin am 14. Februar 269 hinrichten. Der 14. Februar wurde 200 Jahre später als Gedenktag für Bischof Valentin von Terni und alle Märtyrer mit dem Vornamen Valentinus in den römischen Generalkalender eingetragen. 1969 hingegen wurde der Valentinstag durch die neue Grundordnung des Kirchenjahres als Gedenktag gelöscht.

Valentin - der Patron der Liebenden

Dennoch gilt Valentin heute noch als Patron der Liebenden. Man feiert den 14. Februar in Gedenken an den Bischof, der Paare im Namen der Liebe verheiratete und dadurch sein Leben aufs Spiel setzte. Kritiker haben also mit ihrer Aussage nicht Recht, dass der Valentinstag nur eine Erfindung der Blumen- und Pralinenindustrie ist. Ganz unrecht wird er der Industrie aber natürlich nicht sein und wird entsprechend groß vermarktet - schließlich werden beispielsweise in Deutschland an keinem anderen Tag mehr Blumen verschenkt, da in der modernen Kultur rote Rosen als Symbol für die Liebe gelten und daher das typischste aller Geschenke zum Valentinstag sind.

Der heutige Valentinstag

Der Gedanke und das Gedenken an Bischof Valentin von Terni sind schon lange in den Hintergrund gerückt und kaum jemand kennt eigentlich den Hintergrund des 14. Februars. Süßwaren- und Blumenindustrien profitieren von dem Tag ähnlich wie die Touristikbranche - aber ist das etwas Schlechtes? Jeder freut sich doch über eine kleine Aufmerksamkeit von seinem Partner - das hätte bestimmt auch Bischof Valentin erfreut.

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