11.03.2014

Woher kommt der Osterhase?


© Sandra Brunsch - Fotolia

Warum eigentlich ein Hase? Warum gibt es keine Ostermaus? Oder eine Osterschildkröte? Haben Sie eine Ahnung? Wir waren auf Spurensuche.

Warum eigentlich ausgerechnet ein Osterhase die Eier zu Ostern bringt - die Frage kommt so gut wie jedes Ostern auf. Sicher ist zumindest einmal, dass dies nicht immer so war: Noch im 19. Jahrhundert war je nach Gegend ein anderes Tief dafür verantwortlich, die Nester der Kinder zu füllen, bspw. in Thüringen der Storch, in der Schweiz der Kuckuck oder der Fuchs in Hannover.

Auf die Frage, warum ausgerechnet der Hase der Osterbote sein soll, lässt sich keine eindeutige Antwort finden. Wie so oft gibt es auch hier die verschiedensten Theorien und Vermutungen.

Die Nähe zu den Menschen

Zum einen kamen Hasen im Frühjahr auf Futtersuche in die Nähe des Menschen und hatten dabei meist keine Scheu vor den Menschen. Deswegen wurde ihnen das Ablegen der Ostereier zugeschrieben.

Symbol der Fruchtbarkeit

Außerdem war der Hase schon bei den alten Griechen ein Symbol für Fruchtbarkeit. So wurde z.B. der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera ein Hase als heiliges Tier zugeordnet. Auch später bei den Germanen waren Hasen ein Zeichen für Fruchtbarkeit und Erneuerung, da Hasen meist direkt bis zu zehn Junge auf einen Schlag gebären. Daher steht der Hase Pate für Ostern als Fest der Fruchtbarkeit.

Der Hase als Mondtier

Ganz zufällig ist der Zusammenhang auch nicht, dass das Osterfest am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert wird. Und da der Hase bekanntlich als Mondtier gilt, lässt auch die Terminierung des Osterfestes eine Verbindung zum Hasen zu.

Osterbilby - was ist das denn?

In Australien gibt es übrigens keine Osterhasen mehr, sondern seit einigen Jahrzehnten den Osterbilby. Hasen gibt es in Australien eigentlich nur, weil europäische Einwanderer eine Jagdbeute haben wollten und diese mit auf den 5. Kontinent gebracht haben. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate gelten Hasen dort aber schon seit langem als Plage. Daher feiert man als Ersatz zum "Plagehasen" zu Ostern den Osterbilby, einen Kaninchennasenbeutler mit enorm großen Ohren. Da die Art vor dem Aussterben bedroht ist, unterstützt der dortige "Schokoladenbilby"-Verkauf zu Ostern den Schutz der Bilbys. Lustige, diese Australier.

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