
Von Animateur zum Eismann des Jahres
Nicolas Pohl im Interview
Nicolas "Nici" Pohl war Animateur, heute ist es Eismann des Jahres 2025. Er freut sich riesig - und bleibt trotzdem ruhig. Wenn Nici über den Titel spricht, geht es ihm nicht ums "Ich", sondern ums Team: Menschen im Lager, in der Vertriebsstation und auf Tour. Und um das, was Kunden spüren: Zuverlässigkeit, Zeit und ein freundliches Wort.
Hand aufs Herz: Wie fühlt sich die Auszeichnung an?
Ich bin sehr dankbar und immer noch ein bisschen überwältigt. Ich freue mich riesig. Gleichzeitig denke ich: Es gibt viele tolle Kolleginnen und Kollegen. Viele hätten das genauso verdient. Stolz bin ich trotzdem – das musste ich erst mal sacken lassen.
Was ging Dir durch den Kopf, als Dein Name genannt wurde?
Ich war unglaublich froh – und auch erleichtert. Als nur noch drei übrig waren, wurde es richtig spannend. Als ich die zwei anderen gesehen habe, dachte ich: Das sind echte „Schwergewichte“. Und dann wurde mein Name verkündet – und der Druck war weg. Ich war kurz sprachlos.
Du warst früher Animateur. Was davon hilft Dir heute?
Ich habe gelernt, offen auf Menschen zuzugehen. Am Ende ist jeder einfach ein Mensch – egal, welchen Job oder Titel er hat. Man sitzt nebeneinander, lacht zusammen und isst im gleichen Restaurant. Entscheidend ist nicht die Visitenkarte, sondern der Umgang miteinander. Das hilft mir heute: zuhören, offen sein und eine freundliche Stimmung schaffen.

Wie bist Du zu eismann gekommen?
Das hing auch mit meiner Frau zusammen. Wir hatten eine Fernbeziehung, und ich wollte mein Geld selbst verdienen. Ich habe viele Jobs gemacht und mich auf vieles beworben. Hauptsache, ich kann mich selbst bezahlen. Dann habe ich mich bei eismann beworben und den regionalen Vertriebsleiter Richard Fischer kennengelernt. Er war unglaublich echt – das hat mich gepackt. Ich habe den Vertrag mit nach Hause genommen, meiner Mutter gezeigt und mich trotz anderer Angebote dafür entschieden. Meine Mutter sagte: „Klingt gut – probier’s.“ Das war richtig.
Wer hat Dich besonders unterstützt?
In unserer Vertriebsstation in Erlangen war letztes Jahr einiges los – auch weil Richard Fischer leider gestorben ist. Richard war für mich bei eismann der wichtigste Begleiter. Er war wie ein Mentor, ich nenne ihn lieber meinen Ratgeber. Er hat mich getragen, wenn’s schwierig wurde. Und auch sein Chef, unser Vertriebsleiter Ulrich Preßler, hat mir immer den Rücken gestärkt – selbst wenn ich etwas Neues ausprobieren wollte und die Idee erstmal verrückt klang. Dafür bin ich sehr dankbar. Und nicht zuletzt meine Frau Nikolina, die mich bei meinem beruflichen Weg immer voll unterstützt. Ihr Rückhalt ist unbezahlbar.
Was macht Deinen Beruf so besonders – und wie sorgst Du dafür, dass Kunden zufrieden sind?
Zuverlässigkeit und Zeit. Ich mag die Vielfalt und den Kontakt zu Menschen. Für mich ist das kein typisches „Verkaufen“. Ich komme eher wie ein Bekannter. Wir reden erst darüber, wie es geht und was gerade los ist. Daraus wächst Vertrauen – und dann läuft das Bestellen fast nebenbei. Mit der Zeit findet man die Kunden, die zu einem passen. Manchmal reicht ein kurzes Gespräch und der Tag fühlt sich für beide leichter an.
Wie wichtig ist Dir der persönliche Kontakt – und warum?
Sehr wichtig. Sonst macht der Job keinen Spaß. Ich könnte auch nur ausliefern: „Frau Meier, hier, Zettel her, tschüss.“ Klar geht das. Aber dann wäre es nicht mein Beruf. Ich will, dass der Besuch sich gut anfühlt.