
Wie ihr euren Kindern Gemüse schmackhaft macht
Gemüse liefert Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Doch all das beeindruckt die Kleinen meist wenig. Viele Kinder lehnen Gemüse konsequent ab und treiben ihre Eltern damit an den Rande des Nervenzusammenbruchs. Mit unseren Tipps werden eure Kinder zu echten Gemüse-Fans.

Wie unser Geschmack geprägt wird
Unsere Geschmacksvorlieben sind zu etwa 20 Prozent genetisch veranlagt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Was wir mögen oder nicht, wird zu 80 Prozent durch das geprägt, was wir in frühester Kindheit zu essen bekommen. Eine besondere Rolle kommt dabei der Ernährung in den ersten 1.000 Lebenstagen zu. Diese werden jedoch nicht erst ab dem Tag der Geburt gezählt, sondern ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft. Denn die Prägung des kindlichen Geschmacks und die Entwicklung von Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel beginnt schon im Mutterleib.
Bereits in der achten Schwangerschaftswoche entwickeln sich die Geschmacksknospen des Ungeborenen. Ab der 14. Schwangerschaftswoche funktioniert der Geschmackssinn bereits genauso wie bei einem Erwachsenen. Je abwechslungsreicher und vielfältiger sich die werdende Mutter ernährt, umso stärker wird der Geschmackssinn des Fötus stimuliert. Denn der Geschmack des Fruchtwassers variiert abhängig von den aufgenommenen Lebensmitteln.
Was die Schwangere während ihrer Schwangerschaft isst, hat demnach unmittelbaren Einfluss darauf, welche Lebensmittel das Baby später akzeptieren und bevorzugen wird. Das Gleiche gilt auch für die Ernährung in der Stillzeit: Je vielfältiger sich die Mutter ernährt, umso abwechslungsreicher schmeckt auch die Muttermilch. Das ist Chance und Herausforderung zugleich.

Sichere dir unser easy Family-Paket!
✓ 30€ Gutschein fürs Wochenbett
(Damit Ihr Euch gut und einfach mit Mahlzeiten versorgen könnt)
✓ Überraschungsbox nach der Geburt
(Für Baby und Eltern gleichermaßen nützlich :-))
Bloß nicht aufgeben: Warum oft mehrere Kostproben notwendig sind
Was in der Schwangerschaft und Stillzeit seinen Anfang nimmt, solltet ihr nach Möglichkeit im weiteren Lebensverlauf eures Kleinen fortsetzen. Sind die Kinder größer, prägen Eltern durch ihr Einkaufsverhalten und gemeinsame Mahlzeiten die Geschmackspräferenzen ihrer Kinder. Zudem beeinflussen sie das Ernährungsverhalten der Kleinen. Aus diesem Grund solltet ihr eurem Nachwuchs eine möglichst breite Palette an nährstoffreichen Lebensmitteln anbieten. Viele Eltern werden dabei feststellen, dass Kleinkinder eine Vorliebe für süß schmeckende Gemüsesorten wie Kürbis, Möhren und Pastinaken haben. Denn Babys kommen mit einer Vorliebe für Süßes auf die Welt. Dies ist evolutionär bedingt. Zum einen geht von Lebensmitteln, die süß schmecken, keine Gefahr aus. Zum anderen gewährleisten sie die Energieversorgung und damit den Fortbestand: Durch die enthaltenen Kohlenhydrate liefern sie nämlich viel Energie.
Damit haben es Eltern, die ihr Kind für Spinat, Rosenkohl und Zucchini begeistern wollen, zunächst schwer. Auf deren Bitterstoffe reagieren viele Kinder besonders empfindlich. Viele Kinder spucken das Gemüse instinktiv aus. Diese Geschmacksrichtung signalisiert nämlich seit jeher „Stopp, Gefahr!”, da viele bitter schmeckende Pflanzen giftig sind. Hier heißt es also dran und vor allem geduldig bleiben. Im besten Fall sollten Eltern ihrem Kind das gleiche Gemüse immer wieder anbieten. Ideal ist es, wenn dazwischen jeweils mehrere Tage bis zu zwei bis drei Wochen liegen. Manchmal braucht es bis zu zwanzig Versuche oder mehr, bis sich das Kind mit dem Geschmack vertraut gemacht hat und ein bestimmtes Gemüse akzeptiert. Kinder müssen manchmal tatsächlich lernen, ein Gemüse zu mögen.

Das Auge isst mit: Warum es nicht nur um das WAS, sondern auch ums WIE geht
Oft macht es schon einen großen Unterschied, wie das Gemüse serviert wird: Wenn eure Kinder Rohkost verschmähen, könnt ihr versuchen, sie ihnen einfach einmal anders anzubieten. Ein guter Helfer sind Holzspieße: Gemeinsam mit euren Kindern könnt ihr bunte Gemüsespieße zubereiten.
Schneidet dafür vorher einfach Gurke und Paprika klein und spießt diese beispielsweise im Wechsel mit Cocktailtomaten auf. Was die Gemüseauswahl betrifft, sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Aufspießen könnt ihr zwischen dem Gemüse zum Beispiel auch Käsewürfel, mit Frischkäse belegte Vollkornbrot- oder Pumpernickel-Vierecke.
Schön aussehen und schnell gemacht sind auch Paprikaschiffchen: Wascht und halbiert eine rote Paprika. Entfernt Strunk und Kerne und gebt in die halbe Paprika beispielsweise einen Quark-Dip. Befestigt nun an einem längeren Zahnstocher oder kurzen Holzspieß eine länglich geschnittene Scheibe Gurke oder Zucchini als Segel. Steckt dieses anschließend mittig in die Paprikahälfte. Fertig ist das Paprikaschiff.
Passende Produkte

Tarnung ist alles: Wie ihr Gemüse verschwinden lasst
Lehnt euer Kind Gemüse jedoch partout ab, ist tricksen angesagt. Euer wichtigstes „Werkzeug”, um euren Kindern das Gemüse unbemerkt unterzumogeln, ist der Pürierstab. Viele Kinder lieben Spaghetti Bolognese. Zählt euer Kind dazu, könnt ihr in kleinen Schritten dazu übergehen, den Gemüseanteil zu erhöhen und den Fleischanteil zu reduzieren. Püriert dafür beispielsweise gedünstete Möhren und Tomaten und gebt sie in die Soße.
Auch Suppen sind eine großartige Möglichkeit, Kindern Gemüse schmackhaft zu machen. Und zwar, ohne dass sie es merken. Ob Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis oder Zucchini: Nahezu alle Gemüsesorten eignen sich hervorragend als Suppenzutat. Schmort einfach eine Zwiebel in ein wenig Öl an, gebt nach Belieben ein paar geschälte und geviertelte Kartoffeln sowie das entsprechende Gemüse hinzu und schüttet das Ganze mit Gemüsebrühe auf. Nach etwa 30 Minuten könnt ihr die Suppe pürieren und sie ist servierfertig. Wenn ihr der Suppe nun noch einen tollen Namen verleiht, wird euer Kind sie gleich doppelt so gern löffeln.
Eure Kinder könnten täglich Frikadellen essen? Kein Problem Denn auch in Hackfleisch lässt sich Gemüse hervorragend verstecken. Von Möhren über Paprika bis hin zu Kidneybohnen könnt ihr nahezu jedes Gemüse klein gehackt oder geschnitten mit unter das Hack mischen und zu Frikadellen formen. Bratet sie anschließend wie gewohnt in der Pfanne.
Auch in Kartoffelpüree könnt ihr Gemüse verschwinden lassen. Tauscht dafür einfach ein Drittel der Kartoffelmenge gegen Blumenkohl, Kürbis oder Möhren aus. Diese Gemüsesorten schmecken vergleichsweise mild, sodass sie den Kartoffelgeschmack nicht überdecken. Auf diese Weise wird das Püree außerdem herrlich cremig. Das schmeckt auch den Erwachsenen.

Wie ihr auch in Süßspeisen Gemüse schmuggelt
Wenn eure Kinder es eher süß mögen, haben wir ebenfalls Tipps für euch. Viele Kinder lieben Pfannkuchen und Waffeln. Bei beiden könnt ihr den Teig mit Gemüse anreichern. Püriert dafür einfach nach Geschmack Kürbis, Möhren oder Zucchini und gebt sie unter den Teig. Das macht die Pfannkuchen und Waffeln noch saftiger, während ganz nebenbei der Nährstoffgehalt der beliebten Süßspeisen steigt.
Auch Muffins könnt ihr mit Gemüse in gesündere Naschwerke verwandeln. Hierfür eignen sich aufgrund ihres süßlichen Geschmacks vor allem Möhren und Kürbis. Ersetzt einen Teil des Mehls durch das geriebene Gemüse. Auf diese Weise werden die Muffins schön fluffig und saftig.
Und bei allen Tipps gilt: Alle Kinder machen Phasen durch, in denen sie mal mehr, mal weniger bereit sind, Neues auszuprobieren. Das Gleiche gilt für die Akzeptanz für Gemüse. Als Eltern solltet ihr darauf vertrauen, dass sich euer Kind nimmt, was es braucht. Denn nicht Kontrolle mache Kinder stark, sondern das Loslassen.
Wer seinem Kind eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln anbietet, aus dem es selbst wählen darf, macht vieles richtig. Und grundsätzlich gilt: Je weniger Eltern das Essen zum Thema machen, umso gelassener bleiben auch die Kinder. Somit steht einem entspannten Umgang und dem Genuss des Essens nichts im Wege.

Sichere dir unser easy Family-Paket!
✓ 30€ Gutschein fürs Wochenbett
(Damit Ihr Euch gut und einfach mit Mahlzeiten versorgen könnt)
✓ Überraschungsbox nach der Geburt
(Für Baby und Eltern gleichermaßen nützlich :-))