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Meerrettich

Meerrettich - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Meerrettich ist eine traditionsreiche Wurzelpflanze, die seit Jahrhunderten in der europäischen und asiatischen Küche geschätzt wird. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Ost- und Südeuropa, doch mittlerweile wird sie weltweit angebaut und verwendet. Besonders in Asien, darunter Japan, wird Meerrettich in Form von Wasabi zu traditionellen Gerichten verarbeitet. Der scharfe Geschmack der Wurzel entsteht durch die darin enthaltenen Senföle, welche beim Zerkleinern freigesetzt werden und die markante Schärfe hervorrufen.
Neben dem klassischen weißen Meerrettich existieren auch verschiedene Varianten wie wilder Meerrettich oder schwarzer Meerrettich, die in einigen Regionen bekannt und geschätzt sind. Historisch fand die Pflanze nicht nur in der Küche, sondern auch in anderen Bereichen Verwendung, was ihre Vielseitigkeit und Bedeutung unterstreicht. Dank ihres einzigartigen Aromas gehört Meerrettich nach wie vor zu den wichtigen Zutaten in verschiedenen traditionellen und modernen Rezepten.

Meerrettich: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Die Highlights von Meerrettich im Überblick
 

✓ Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine Wurzelpflanze.

✓ Die scharfe Würze entsteht durch Senföle, die bei der Verarbeitung freigesetzt werden.

✓ Wird häufig als Gewürz oder Zutat in Saucen, Marinaden und Fischgerichten verwendet.

✓ Kann frisch gerieben, eingelegt oder industriell verarbeitet gekauft werden.

✓ Typischerweise in gemäßigten Klimazonen angebaut und besonders in Mitteleuropa verbreitet. 

Meerrettich: Saison
 

Meerrettich wird in Deutschland traditionell in Regionen mit gemäßigtem Klima und lockeren, humusreichen Böden angebaut. Die Pflanze, die zur Familie der Kreuzblütler gehört, gedeiht optimal in tiefgründigen Böden, da die Wurzeln ausreichend Platz zur Entwicklung benötigen. Die Anbausaison beginnt meist im Frühjahr, wobei die Pflanzung der Wurzelstücke im März oder April erfolgt. Die Erntezeit liegt in den Herbst- und Wintermonaten, normalerweise von Oktober bis November. International wird Meerrettich vor allem in Mittel- und Osteuropa kultiviert, wobei vor allem Österreich, Ungarn und Polen zu den Hauptanbaugebieten zählen. Auf Märkten ist frischer Meerrettich vor allem in der Erntezeit erhältlich, während Schälware

oder verarbeitete Produkte wie Meerrettichpaste das ganze Jahr über angeboten werden. Auch der Anbau im heimischen Garten oder im Kübel ist möglich; hierfür wird die Pflanze in nährstoffreichen, gut durchlässigen Böden kultiviert.

Welche Meerrettich-Sorten gibt es?
 

Meerrettich lässt sich in verschiedenen Sorten unterteilen, die sich hauptsächlich durch ihren Geschmack, ihre Schärfe und die Verwendung unterscheiden. Eine der bekanntesten Sorten ist der klassische Gartenmeerrettich, der für seine intensive Schärfe und die typische Verwendung in der Küche geschätzt wird. Der sogenannte Wasabi-Meerrettich wird häufig als Alternative zum echten Wasabi genutzt und zeichnet sich durch seinen milderen Geschmack und eine dezente grüne Farbe aus. Wilde Meerrettichsorten, wie etwa der Wald- oder Feldmeerrettich, sind weniger scharf und werden seltener kultiviert, finden jedoch vereinzelt Verwendung in traditionellen Gerichten. Jede Sorte besitzt charakteristische Aromen, die durch den Anbau und die Verarbeitung zusätzlich beeinflusst werden können.

Meerrettich: Geschmack
 

Meerrettich zeichnet sich durch seinen intensiven, scharfen Geschmack aus, der sofort in der Nase spürbar ist. Die Schärfe entsteht durch Senföle, die beim Reiben freigesetzt werden. Dabei besitzt Meerrettich eine feine Würzigkeit, die sich gut mit anderen Aromen kombinieren lässt. Neben der Schärfe bietet er dezente bittere und erfrischende Noten, die seinen einzigartigen Charakter unterstreichen. Besonders frisch gerieben entfaltet er sein volles Aroma und sorgt für eine würzige Tiefe in verschiedenen Speisen.

Meerrettich: Inhaltsstoffe
 

Meerrettich zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Ballaststoffen aus. Zudem ist er reich an Vitamin C

Nährwerte
 

In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Meerrettich (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Kilokalorien63 kcal
Protein 2,8 g
Fett0,3 g
Kohlenhydrate12 g
Ballaststoffe 8 g
Wasser77 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
 

In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Meerrettich (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte. 

 

Thiamin (Vitamin B1)140 µg
Riboflavin (Vitamin B2)110 µg
Niacin (Vitamin B3)600 µg
Vitamin B6180 µg
Vitamin C114 mg
Beta-Carotin20 µg
Natrium9 mg
Magnesium38 mg
Kalium628 mg
Calcium94 mg
Phosphor93 mg
Mangan460 µg
Eisen1 mg
Kupfer200 µg
Zink1 mg

Ist Meerrettich gesund?
 

Meerrettich gilt als ein Lebensmittel mit potenziellen positiven Eigenschaften für die Gesundheit. Durch seine besonderen Inhaltsstoffe liefert er wertvolle Nährstoffe, die vielseitige Funktionen im Körper unterstützen. Meerrettich ist reich an Vitamin C, was eine normale Funktion des Immunsystems unterstützt und dazu beiträgt, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zudem fördert Vitamin C die Aufnahme von Eisen im Körper und spielt eine Rolle bei der Kollagenbildung, die für die normale Funktion von Haut, Zähnen und Knochen wichtig ist. Der hohe Ballaststoffgehalt von Meerrettich kann eine gesunde Verdauung unterstützen. Ballaststoffe tragen zur Förderung der Darmtätigkeit bei und können langfristig helfen, eine normale Magen-Darm-Funktion aufrechtzuerhalten. Sie sind zudem bekannt für ihre Sättigungswirkung, was sie zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung

macht. Insgesamt vereint Meerrettich wertvolle Nährstoffe, die vielseitige Funktionen im Körper haben. Er kann daher eine sinnvolle Ergänzung in einer abwechslungsreichen Ernährung darstellen. Natürlich gilt es dabei zu beachten, dass die übliche Verzehrmenge von Meerrettich sehr gering ist.

Meerrettich tiefgekühlt
 

Meerrettich wird in der Regel frisch, als Pulver oder in verarbeiteter Form wie Meerrettichcreme angeboten, kann jedoch auch problemlos eingefroren werden. Tiefgekühlter Meerrettich eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen das Lebensmittel frisch gerieben oder verarbeitet werden soll, da die Kühlung die Schärfe und das Aroma weitgehend erhält. Diese Variante bietet sich vor allem für die Zubereitung von Saucen, Dressings oder Dips an, bei denen die würzige Note von Meerrettich im Vordergrund steht. Darüber hinaus vereinfacht die Tiefkühlvariante die Lagerung, da sie über einen längeren Zeitraum verwendet werden kann, ohne an Qualität einzubüßen.

Meerrettich: Tipps für die Zubereitung
 

Frischen Meerrettich verarbeiten und zubereiten.

 Der frische Meerrettich, wie er häufig auf Wochenmärkten oder im Supermarkt erhältlich ist, wird in der Regel als längliche, holzige Wurzel angeboten. Vor der Verarbeitung sollte die Wurzel sorgfältig abgewaschen und mit einem Sparschäler geschält werden, um die äußere, zähe Schicht zu entfernen. Anschließend kann der Meerrettich je nach gewünschter Zubereitungsart weiter verarbeitet werden. 

1. Meerrettich roh genießen (geriebener Meerrettich, Meerrettich mit Apfel) Frischer Meerrettich kann roh verwendet werden, um Speisen einen scharfen, charakteristischen Geschmack zu verleihen. Nach dem Schälen wird die Wurzel fein gerieben. Dabei ist es ratsam, Meerrettich zügig zu verarbeiten, da er an der Luft schnell an Schärfe verliert und oxidiert. Um die Aromen zu mildern und eine angenehme Süße hinzuzufügen, wird frisch geriebener Meerrettich oft mit geriebenem Apfel vermischt. Dafür kann ein säuerlicher Apfel geschält und fein gerieben werden. Anschließend wird der Apfel mit dem Meerrettich vermengt. Ein Spritzer Zitronensaft verhindert Verfärbungen. Diese Mischung passt hervorragend zu Fischgerichten oder kaltem Fleisch. 

2. Meerrettich kochen (Meerrettich Soße, Meerrettich Suppe) Meerrettich entfaltet auch in gekochter Form ein angenehm mildes Aroma. Für eine klassische Meerrettichsoße wird die geriebene Wurzel in einer Mehlschwitze oder einer Mischung aus

Butter, Mehl und Brühe geköchelt. Frische Sahne oder Milch rundet die Soße ab und sorgt für eine cremige Konsistenz. Häufig wird die Soße zu Tafelspitz, Gemüse oder Kartoffeln serviert. Für eine Meerrettichsuppe wird die geschälte Wurzel zunächst grob zerkleinert und in Brühe mit weiteren Zutaten wie Zwiebel, Kartoffeln oder Sellerie gekocht. Anschließend wird die Suppe püriert, mit Sahne verfeinert und bei Bedarf leicht gewürzt. 

3. Meerrettich einlegen oder fermentieren Meerrettich kann durch Einlegen oder Fermentation haltbar gemacht werden. Beim Einlegen wird die geschälte und geraspelte Wurzel in eine Mischung aus Essig, Wasser, Zucker und Salz gegeben. Diese Zubereitungsweise konserviert das charakteristische Aroma und sorgt dafür, dass der Meerrettich nach mehreren Wochen noch frisch bleibt. Fermentation ist eine weitere Möglichkeit, Meerrettich zu konservieren. Dazu wird geriebener Meerrettich mit Salz vermischt und in ein luftdicht verschließbares Gefäß gegeben, um die natürlichen Prozesse der Milchsäuregärung zu aktivieren. Diese Methode erzeugt ein säuerliches, komplexes Aroma. 

4. Meerrettich im Backofen oder in der Heißluftfritteuse backen Eine weniger gängige, aber durchaus interessante Zubereitungsart ist das Backen von Meerrettich. Dazu wird die geschälte Wurzel in Scheiben oder Würfel geschnitten, leicht mit Öl bepinselt und gewürzt. Im vorgeheizten Backofen oder in der Heißluftfritteuse wird der Meerrettich bei mittlerer Temperatur gebacken, bis er außen leicht gebräunt und innen zart ist. Diese Zubereitung sorgt für ein mildes Aroma und eine knusprige Textur. 

Meerrettich ist eine vielseitige Zutat, die roh, gekocht, oder eingelegt verwendet werden kann. Je nach Zubereitungsart entfaltet die Wurzel unterschiedliche Geschmacksnuancen, von scharf bis mild, und ergänzt eine Vielzahl von Gerichten.

Kann man Meerrettich roh essen?
 

Meerrettich ist grundsätzlich roh verzehrbar, wobei er frisch gerieben eine besonders scharfe Würze entfaltet, die in rohem Zustand am intensivsten ist. Die rohe Verwendung eignet sich vor allem als Beilage oder Würzmittel, etwa in Soßen, Salaten oder auf geräuchertem Fisch. Im Vergleich dazu verliert Meerrettich bei der Verarbeitung durch Kochen oder Erhitzen deutlich an Schärfe und entwickelt milderes Aroma, weshalb er in dieser Form häufig für Saucen oder warme Gerichte genutzt wird.

Meerrettich: Lagerung


Für die Lagerung empfiehlt sich ein kühler, dunkler Ort, beispielsweise das Gemüsefach des Kühlschranks. Dort bleibt frischer Meerrettich mehrere Wochen haltbar, solange er ungeschnitten aufbewahrt wird. Ein Anbruch sollte gut verpackt werden, um Feuchtigkeitsverlust und Aromaverlust zu minimieren.


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