
Petersilienwurzel - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Die Petersilienwurzel, auch bekannt als Wurzelpetersilie oder Knollenpetersilie, ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das vor allem in den Wintermonaten verschieden verwendet wird. Botanisch betrachtet ist die Petersilienwurzel eine Variante der bekannten Petersilie, bei der jedoch nicht das Kraut, sondern die Wurzel im Mittelpunkt steht. Mit ihrem mild-würzigen Aroma und ihrer zarten Süße wird sie häufig mit anderen Winterwurzeln wie der Pastinake verwechselt, besitzt jedoch eine eigene, charakteristische Geschmacksnote.
Die Herkunft der Petersilienwurzel reicht bis in den Mittelmeerraum zurück, wo sie seit Jahrhunderten als traditionelles und nahrhaftes Lebensmittel geschätzt wird. Besonders in der europäischen Küche findet sie heute weite Verbreitung und wird als klassische Zutat in Suppen, Eintöpfen und Pürees verwendet. Ihre frostfeste Natur macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der saisonalen Winterküche und zu einer wertvollen Ergänzung in der Ernährung während der kalten Monate.
Petersilienwurzel: Infos und Tipps zum Lebensmittel
Die Highlights von Petersilienwurzel im Überblick
✓ Die Petersilienwurzel gehört zur Familie der Doldenblütler und ist mit der Petersilie verwandt
✓ Sie zeichnet sich durch ihren mild-würzigen Geschmack mit einer leicht süßlichen Note aus
✓ Hauptsaison der Petersilienwurzel ist in den Herbst- und Wintermonaten, von Oktober bis Februar
✓ Die Wurzel kann roh, gekocht oder gebraten verarbeitet werden und eignet sich für Suppen, Eintöpfe oder Beilagen
✓ Sie enthält ätherische Öle, die für das charakteristische Aroma verantwortlich sind
Petersilienwurzel: Saison
Die Petersilienwurzel, auch als Wurzelpetersilie bekannt, wird in Deutschland hauptsächlich im Frühjahr gesät. Der Anbau beginnt, indem Wurzelpetersilie Samen direkt ins Freiland gepflanzt werden, wobei ein humoser, tiefgründiger Boden bevorzugt wird. Die Pflanze benötigt etwa 6 bis 7 Monate, bis die Wurzeln vollständig ausgereift sind. Geerntet wird in der Regel ab Oktober bis in den Winter hinein, da die robuste Wurzel durch ihre Frostbeständigkeit problemlos im Boden verbleiben kann. International erfolgt der Anbau in ähnlichen Klimazonen, insbesondere in Mitteleuropa, da die Petersilienwurzel kühle Bedingungen bevorzugt. In Supermärkten und auf Wochenmärkten ist sie vor allem im Herbst und Winter erhältlich. Frische Exemplare zeichnen sich durch eine harte Konsistenz und eine glatte, feste Schale aus. Bei sorgfältiger Lagerung, beispielsweise in einem kühlen, dunklen Keller, kann die Petersilienwurzel mehrere Wochen haltbar bleiben.
Welche Petersilienwurzel-Sorten gibt es?
Es gibt verschiedene Sorten der Petersilienwurzel, die sich vor allem in Wuchsform, Geschmack, Schalenfarbe, Lagerfähigkeit und Anbauzeit unterscheiden. Es gibt zum Beispiel die Petersilienwurzel „Halblange“, welche vor allem im Hausgarten sehr beliebt sind. Sie ist eine klassische Sorte mit mittellanger, weißer bis cremefarbener Wurzel und sehr aromatisch. Neben halblangen Sorten gibt es auch lange Sorten, wie zum Beispiel die „Hamburger Wurzelpetersilie“, die insbesondere in Suppen und Eintöpfe sehr beliebt ist. In ihrer Verwendung überzeugen alle Sorten durch ihr intensives, leicht süßliches Aroma, das für klassische Gerichte wie Suppen, Eintöpfe und Saucen geschätzt wird.
Petersilienwurzel: Geschmack
Die Petersilienwurzel zeichnet sich durch einen mild-würzigen und zugleich leicht süßlichen Geschmack aus, der eine subtile erdige Note mit sich bringt. Im Vergleich zur Petersilie weist sie ein tieferes und aromatischeres Profil auf, das an Sellerie oder Pastinaken erinnert, ohne dabei deren Intensität zu erreichen. Dieses ausgewogene Aroma macht sie vielseitig in der Küche einsetzbar und ermöglicht es, sowohl in herzhaften Eintöpfen als auch in feinen Suppen oder Pürees harmonische Geschmacksnuancen zu entfalten.
Petersilienwurzel: Inhaltsstoffe
Die Petersilienwurzel gilt als Quelle für Vitamin B6 und Ballaststoffe. Ebenso enthält sie einen bemerkenswert hohen Anteil an Vitamin C, was sie zu einer vielseitigen Zutat macht.
Nährwerte
In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Petersilienwurzel (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Kilokalorien | 39 kcal |
| Eiweiß | 2,9 g |
| Fett | 0,5 g |
| Kohlenhydrate | 6,1 g |
| Ballaststoffe | 4,5 g |
| Wasser | 84 g |
Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Petersilienwurzel (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Thiamin (Vitamin B1) | 100 µg |
| Riboflavin (Vitamin B2) | 86 µg |
| Niacin (Vitamin B3) | 2 mg |
| Vitamin B6 | 230 µg |
| Vitamin C | 41 mg |
| Beta-Carotin | 30 µg |
| Natrium | 12 mg |
| Magnesium | 26 mg |
| Kalium | 399 mg |
| Calcium | 39 mg |
| Phosphor | 57 mg |
| Eisen | 850 µg |
Ist Petersilienwurzel gesund?
Die Petersilienwurzel gilt als gesundes Lebensmittel, da sie diverse wertvolle Inhaltsstoffe liefert.
Als Quelle für Vitamin B6 trägt die Petersilienwurzel zu einem normalen Eiweißstoffwechsel sowie zur Unterstützung der Funktion des Nervensystems bei. Dieses Vitamin spielt außerdem eine Rolle bei der Bildung von roten Blutkörperchen, welche Sauerstoff im Körper transportieren.
Der hohe Gehalt an Vitamin C in der Petersilienwurzel bietet antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zusätzlich unterstützt Vitamin C das Immunsystem und trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei, welche wiederum für die Gesundheit von Haut, Knochen und Blutgefäßen wichtig ist.
Als Ballaststoffquelle kann die Petersilienwurzel zudem zu einer gesunden Darmflora und normalen Verdauung beitragen.
Insgesamt zeichnet sich die Petersilienwurzel durch eine Kombination von Inhaltsstoffen aus, die verschiedene Funktionen im Körper unterstützen können.
Petersilienwurzel tiefgekühlt
Petersilienwurzel ist in einigen Sortimenten auch als Tiefkühlprodukt erhältlich, was eine praktische Alternative zur frischen Variante darstellt. Die tiefgefrorene Petersilienwurzel ist bereits gewaschen, geschält und in passende Stücke geschnitten, wodurch sie direkt in der Küche verwendet werden kann. Besonders eignet sie sich für Schmorgerichte, Suppen, Eintöpfe oder Pürees, bei denen sie ihre aromatische Note und Konsistenz auch nach dem Auftauen behält. Durch die Möglichkeit der langen Lagerung bietet die Tiefkühlvariante eine einfache Möglichkeit, jederzeit auf dieses vielseitige Wurzelgemüse zurückzugreifen, ohne auf die Verfügbarkeit von frischen Produkten angewiesen zu sein.
Petersilienwurzel: Tipps für die Zubereitung
Die Petersilienwurzel ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das roh oder gegart in zahlreichen Gerichten verwendet werden kann. Nach dem Kauf sollte die frische Wurzel gründlich unter fließendem Wasser gereinigt und von Erde befreit werden. Anschließend wird die Schale mit einem Sparschäler oder Gemüsemesser entfernt. Je nach Rezept kann die Petersilienwurzel in Scheiben, Würfel oder Stifte geschnitten werden.
Roh verzehren:
Die Petersilienwurzel kann roh als Zutat in Salaten verwendet werden. Dafür wird sie fein geraspelt oder in sehr dünne Scheiben gehobelt. Die rohen Streifen überzeugen durch ihren würzigen und leicht nussigen Geschmack. Eine Zitronenvinaigrette oder ein mildes Dressing harmonieren gut mit dem Aroma.
Zubereitung im Topf:
Petersilienwurzeln lassen sich hervorragend kochen und dienen als Grundlage für Suppen oder Pürees. Für eine Petersilienwurzelsuppe wird die Wurzel in Stücke geschnitten und mit weiteren Zutaten wie Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch in Brühe gekocht. Nach etwa 20 Minuten ist die Petersilienwurzel weich und kann püriert werden, um eine cremige Suppe zu erhalten. Für Kartoffelstampf mit Petersilienwurzel werden die beiden Gemüsesorten zusammen gekocht, gestampft und mit Butter sowie Gewürzen verfeinert.
Zubereitung in der Pfanne:
In einer Pfanne kann die Petersilienwurzel gebraten werden. Dafür wird sie in dünne Scheiben oder Stifte geschnitten und in etwas Öl sanft von allen Seiten angebraten, bis sie goldbraun ist. Mit frischen Kräutern, Salz und Pfeffer gewürzt, wird sie zu einer aromatischen Beilage. Besonders schmackhaft ist die Kombination mit Honig und einem Hauch Zitronensaft, der das karamellisierte Aroma unterstreicht.
Zubereitung im Backofen:
Im Ofen wird die Petersilienwurzel gerne als Teil von Ofengemüse zubereitet. Dazu wird sie geschält, in längliche Stücke geschnitten und mit Öl, Salz, Pfeffer sowie Kräutern vermengt. Bei 180 bis 200 Grad Celsius wird das Gemüse für etwa 25 bis 30 Minuten gebacken, bis es zart und leicht gebräunt ist. Auch eine Zubereitung als Petersilienwurzelchips ist möglich: Dünne Scheiben werden mit Öl bestrichen und im Ofen bei niedriger Temperatur knusprig gebacken.
Zubereitung in der Heißluftfritteuse:
Für die Heißluftfritteuse wird die Wurzel in Stifte oder Scheiben geschnitten, leicht mit Öl bestrichen und gewürzt. Bei 180 Grad Celsius wird sie je nach Dicke der Stücke etwa 10 bis 20 Minuten gegart. Das Ergebnis ist eine gesunde und knusprige Beilage, die an Pommes oder Wurzelchips erinnert.
Die Zubereitungsmöglichkeiten der Petersilienwurzel sind vielfältig. Mit ihrem aromatischen Geschmack eignet sie sich sowohl für einfache Gerichte als auch für aufwendigere Kreationen in der Küche. Durch ihre Anpassungsfähigkeit reiht sie sich nahtlos in verschiedene Kochmethoden ein und überzeugt in jeder Variante.
Kann man Petersilienwurzel roh essen?
Die Petersilienwurzel ist grundsätzlich roh verzehrbar und bietet eine knackige Konsistenz sowie ein intensives Aroma, das an eine Mischung aus Petersilie und Pastinake erinnert. Im Vergleich zur rohen Variante wird sie jedoch meist gekocht, gebraten oder gedünstet zubereitet, da die Wärmebehandlung ihr Aroma mildert und die Textur weicher macht, was sie vielseitiger in Suppen, Pürees oder als Beilage einsetzbar macht.
Petersilienwurzel: Lagerung
Zur Lagerung eignet sich ein kühler, trockener Ort, beispielsweise das Gemüsefach des Kühlschranks, um die Frische der Wurzel über mehrere Wochen zu erhalten. In rohem Zustand kann sie als Teil eines Salates oder fein geraspelt in Rohkost-Gerichten verwendet werden, wobei die Auswahl einer jungen und saftigen Wurzel zu bevorzugen ist, um den vollen Geschmack zu erleben.
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