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Physalis - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Die Physalis, auch bekannt als Andenbeere oder Kapstachelbeere, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und zählt zu den exotischen Früchten mit einem unverwechselbaren Geschmack. Ursprünglich stammt die Physalis aus dem südamerikanischen Raum, insbesondere den Anden, was ihr den Beinamen Andenbeere eingebracht hat. Im Laufe der Zeit hat sich die Frucht, dank ihrer Anpassungsfähigkeit, in verschiedenen Regionen der Welt verbreitet – darunter auch in Südafrika, wo sie als Kapstachelbeere bekannt wurde. Neben der klassischen Ananasphysalis gibt es zahlreiche Physalis-Sorten, deren Verwendung und Geschmack stark variieren können.

Die leuchtend orangefarbene Frucht ist von einem zarten, papierartigen Kelch umhüllt, der ihr ein einzigartiges Aussehen verleiht. Die botanische Bezeichnung „Physalis“ leitet sich vom griechischen Wort „physa“ ab, das „Blase“ bedeutet, und verweist auf die charakteristische Hülle, weshalb die Frucht auch als Blasenkirsche bekannt ist. Neben frisch geernteten Früchten gewinnt die Physalis zunehmend an Bedeutung in verarbeiteten Formen wie gepuffte Physalis oder getrocknete Physalis, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten. Ihr Ursprung und ihre vielseitige Nutzung machen die Physalis zu einem faszinierenden Bestandteil der modernen sowie traditionellen Küche.

Physalis: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Die Highlights von Physalis im Überblick
 

✓ Die Physalis, auch Kapstachelbeere genannt, stammt ursprünglich aus Südamerika und wird mittlerweile weltweit angebaut

✓ Ihr Geschmack vereint süße und leicht säuerliche Noten, was sie vielseitig in der Küche einsetzbar macht

✓ Die leuchtend orangefarbene Frucht ist von einer papierartigen Hülle umgeben, die ungenießbar ist

✓ Sie ist reich an Vitamin C

✓ Physalis wird häufig frisch verzehrt, kann jedoch auch in Desserts, Marmeladen oder als Dekoration verwendet werden

Physalis: Saison


Die Physalis, auch als Andenbeere bekannt, wird in Deutschland vor allem in den Sommermonaten angebaut, während ihre Hauptanbauregionen international in den wärmeren Klimazonen Südamerikas, wie beispielsweise in Peru und Kolumbien, liegen. In diesen Regionen kann die Pflanze nahezu ganzjährig geerntet werden. In Deutschland erfolgt die Anpflanzung häufig ab April mit vorgezogenem Physalis Saatgut, und die Physalis Erntezeit beginnt in der Regel ab August und kann bei günstigen Bedingungen bis in den Herbst andauern. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Kälte wird die Andenbeere hierzulande oft in Gewächshäusern, Folientunneln oder als Andenbeere im Topf kultiviert. Auf den Märkten ist die Physalis nahezu das ganze Jahr über erhältlich, da sie aus internationalen Anbaugebieten importiert wird, um das saisonale Angebot in den hiesigen Gärten zu ergänzen.

Welche Physalis-Sorten gibt es?


Die Physalis ist eine vielseitige Pflanze mit verschiedenen Sorten, die sich durch spezifische Eigenschaften auszeichnen. Eine der bekanntesten Sorten ist die *Physalis peruviana*, die vor allem für ihre leuchtend orangefarbenen Früchte und den süß-säuerlichen Geschmack geschätzt wird. Daneben gibt es die *Physalis pruinosa*, auch Ananas-Kirsche genannt, welche in ihrer Reife einen leicht tropischen, an Ananas erinnernden Geschmack aufweist und eine blassgelbe bis goldene Färbung hat. Eine weitere Variante ist die *Physalis alkekengi*, auch Lampionblume, die primär wegen ihrer intensiven roten Hüllblätter dekorativ genutzt wird, jedoch weniger als Speisefrucht verbreitet ist. Die unterschiedlichen Sorten lassen sich vor allem an Größe, Farbe und geschmacklichen Nuancen unterscheiden, wobei jede Art einen eigenen Einsatzbereich in der Küche oder als Zierpflanze findet. 

Physalis: Geschmack


Die Physalis zeichnet sich durch ihren einzigartigen, fruchtig-säuerlichen Geschmack aus, der mit einer dezenten Süße kombiniert ist. Ihr Aroma erinnert entfernt an eine Mischung aus leichter Zitrusnote und tropischer Frucht, wie etwa Ananas oder Maracuja. Die zart-knackige Textur ihres hell-orangenen Fruchtfleisches ergänzt den intensiven Geschmack und macht sie zu einer besonderen Zutat in verschiedenen Gerichten oder zu einem puren Genuss. 

Physalis: Inhaltsstoffe


Physalis zeichnet sich durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C aus. Dies macht die Frucht zu einer vielseitigen Zutat in der Küche.

Nährwerte 


In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Physalis (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Kilokalorien72 kcal
Protein2,3 g
Fett 1,1 g
Kohlenhydrate 13,3 g
Ballaststoffe 0,8 g
Wasser82 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Physalis (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte. 

 

Thiamin (Vitamin B1)60 µg
Riboflavin (Vitamin B2)40 µg
Niacin (Vitamin B3)2 mg
Vitamin C28 mg
Beta-Carotin900 µg
Calcium12 mg
Phosphor39 mg
Eisen1,3 mg

Ist Physalis gesund?


Die Physalis gilt als ein nährstoffreiches Lebensmittel und weist Eigenschaften auf, die sie zu einer interessanten Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung machen. Besonders hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C. Dieses Vitamin trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und spielt außerdem eine Rolle bei der körpereigenen Abwehr von oxidativem Stress. Zudem trägt es zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und ist an der Kollagenbildung beteiligt, die für die Gesundheit von Haut, Knochen und Knorpeln wichtig ist.

Physalis tiefgekühlt


Physalis wird in der Regel auch als Tiefkühlprodukt angeboten und bietet dadurch eine praktische Möglichkeit, die exotische Beere unabhängig von ihrer Saison zu verwenden. Die tiefgekühlte Variante eignet sich besonders gut für den Einsatz in Smoothies, Desserts oder als fruchtige Komponente in herzhaften Gerichten wie Salaten. Da die Beeren schockgefrostet oft direkt nach der Ernte verarbeitet werden, bleiben Form und Geschmack weitgehend erhalten. Zudem ermöglicht die gefrorene Version eine längere Haltbarkeit und flexible Portionierung, was sie vor allem in der Gastronomie und in der heimischen Küche praktisch macht. 

Physalis: Tipps für die Zubereitung 


Die Physalis, auch Kapstachelbeere genannt, ist nicht nur optisch eine besondere Frucht, sondern lässt sich auch vielseitig zubereiten. Im Folgenden werden die gängigsten Zubereitungsarten beschrieben, die von der frischen, rohen Form der Physalis ausgehen. 

1. Roh genießen   
Physalis wird häufig roh verzehrt, da sie direkt essfertig ist. Die papierartige Hülle sollte dabei vorsichtig entfernt und die Frucht gewaschen werden. Besonders beliebt ist sie in Obstsalaten, als Dekoration von Desserts oder als kleine, fruchtige Nascherei. Die süß-säuerliche Note der Physalis ergänzt andere Zutaten ideal. 

2. Physalis im Smoothie   
Für die Zubereitung eines Smoothies kann die Physalis zunächst gewaschen und die Hülle entfernt werden. Je nach Geschmack wird die gewünschte Menge der Früchte gemeinsam mit anderen Zutaten wie Bananen, Äpfeln oder Orangensaft in einem Mixer püriert. Das Ergebnis ist ein fruchtiges Getränk mit dezenter Säure. Auf Zucker kann meist verzichtet werden, da die Frucht von Natur aus eine angenehme Süße besitzt. 

3. Physalis kochen   
Die Physalis eignet sich auch hervorragend zum Kochen, beispielsweise für Chutneys, Soßen oder Marmeladen. Hierzu wird die Frucht gewaschen, von der Hülle befreit und bei Bedarf halbiert oder klein geschnitten. Anschließend wird die Physalis in einem Topf mit Zucker, Wasser oder anderen Zutaten wie Chili und Ingwer eingekocht, bis eine glatte Konsistenz entsteht. Das fertige Chutney kann warm serviert oder im abgekühlten Zustand gelagert werden. 

4. Physalis trocknen   
Um die Physalis als Trockenfrucht zu verwenden, wird sie nach dem Entfernen der Hülle und dem Waschen entweder halbiert oder in dünne Scheiben geschnitten. Im Backofen können die Früchte bei niedriger Temperatur (etwa 50 Grad Celsius) über mehrere Stunden getrocknet werden. Die Heißluftfriteuse kann als Alternative dienen, wobei die Trocknungszeit verkürzt wird. Die getrocknete Physalis ist ein süß-saurer Snack oder eine Zutat für Müslis und Backwaren. 

5. Physalis Dessert   
In Desserts findet die Physalis vielseitige Verwendung. Für ein einfaches Kompott wird sie gewaschen, von der Hülle befreit, klein geschnitten und mit etwas Zucker und Wasser kurz aufgekocht. Alternativ kann sie zu einem feinen Püree verarbeitet und zum Garnieren von Kuchen oder als Grundlage für Cremes verwendet werden. Für einen besonderen Effekt wird die Physalis häufig in geschmolzene Schokolade getaucht und anschließend zum Aushärten auf Backpapier gelegt – eine edle und einfache Dessertbeilage. 

Die Physalis ist somit eine vielseitige Zutat, die sowohl roh als auch in verarbeiteten Formen überzeugen kann und in zahlreichen Rezepten für Abwechslung sorgt.

Kann man Physalis roh essen? 


Physalis kann problemlos roh verzehrt werden, solange die Beeren vollständig ausgereift sind. Die reifen Früchte zeichnen sich durch ihre leuchtend orange-goldene Farbe und ihren mild-süß-säuerlichen Geschmack aus. Im Vergleich zum Rohverzehr eignen sich Physalis auch hervorragend als Zutat in Salaten, Desserts oder zur Herstellung von Marmeladen und Chutneys, wodurch sich ihr Geschmack variantenreich kombinieren lässt. Zur Lagerung wird empfohlen, die Physalis in ihrer natürlichen Hülle an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufzubewahren, um Frische und Aroma zu bewahren. Alternativ kann sie auch im Kühlschrank gelagert werden. Roh verzehrte Physalis bietet eine unkomplizierte und schnelle Möglichkeit, das volle Aroma der Frucht zu genießen. 



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