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Porree - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Porree, auch als Lauch, Winterlauch oder Fleischlauch bekannt, gehört zu den traditionsreichen Gemüsesorten und wird seit Jahrtausenden in der Küche geschätzt. Sein Ursprung lässt sich bis in das antike Ägypten und Mesopotamien zurückverfolgen, wo er sowohl als Lebensmittel als auch als Nutzpflanze kultiviert wurde. Durch seine robuste Natur und die Fähigkeit, auch in kühleren Monaten zu wachsen, entwickelte sich Porree zu einem essenziellen Bestandteil vieler regionaler Küchen, insbesondere in Europa.

Die Bedeutung von Porree zeigt sich sowohl in seiner kulinarischen Vielseitigkeit als auch in seiner langen Tradition als Kulturpflanze. Das Gemüse eignet sich hervorragend für Suppen, Eintöpfe oder als aromatische Basis für zahlreiche Gerichte. Heute wird Porree nicht nur in konventioneller Landwirtschaft, sondern auch zunehmend als Bio-Lauch angebaut, wodurch der Fokus auf nachhaltige Anbaumethoden gestärkt wird. Seine geschichtsträchtige Nutzung und seine Anpassungsfähigkeit machen Porree zu einem unverzichtbaren Bestandteil vieler Speisepläne.

Porree: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Die Highlights von Porree im Überblick
 

✓ Porree gehört zur Familie der Zwiebelgewächse

✓ Besteht aus einem weißen Schaft und flachen, grünen Blättern, die ebenfalls essbar sind

✓ Hat einen mild-würzigen Geschmack und eignet sich für Suppen, Eintöpfe oder Pfannengerichte

✓ Ist eine vielseitige Zutat, die sowohl roh als auch gekocht verwendet werden kann

✓ Wird in der Regel regional angebaut und ist fast das ganze Jahr über verfügbar 

Porree: Saison 


Porree gehört zur Familie der Zwiebelgewächse und wird in Deutschland überwiegend regional angebaut. Die Pflanze bevorzugt lehmige Böden und sonnige bis halbschattige Standorte. Die Aussaat der Porree-Samen erfolgt in der Regel zwischen Januar und März im Gewächshaus oder Frühbeet, bevor im Frühjahr die Setzlinge ins Freiland gepflanzt werden. Die Haupterntezeit für Sommerporree liegt zwischen Juni und September, während Winterporree durch seine Kälteresistenz sogar bis in den Februar geerntet werden kann. International wird Porree vor allem in ähnlich gemäßigten Klimazonen kultiviert, darunter Teile Europas und Nordamerikas. Auf den Märkten ist Porree ganzjährig verfügbar, da er sowohl als frisches Gemüse aus lokalen Quellen als auch als Importprodukt aus anderen Anbauregionen angeboten wird. Die richtige Lagerung, beispielsweise in einem kühlen und dunklen Raum, trägt dazu bei, die Frische länger zu bewahren.

Welche Porree-Sorten gibt es?


Porree lässt sich in zwei Hauptsorten unterteilen: Sommerporree und Winterporree. Sommerporree zeichnet sich durch ein milderes Aroma, schlankere Stangen und eine hellere Färbung aus. Diese Sorte ist zarter und wächst schneller, wodurch sie sich ideal für leichtere Gerichte eignet. Winterporree hingegen ist robuster und besitzt kräftigere Stangen mit einer dunkleren, oft bläulich-grünen Färbung. Diese Sorte ist widerstandsfähig gegenüber Kälte und wird in den kühleren Monaten geerntet. Der Geschmack von Winterporree ist intensiver und eignet sich gut für herzhafte Eintöpfe oder Suppen. Die Wahl der Sorte hängt häufig von der Saison und der gewünschten Verarbeitungsweise ab.

Porree: Geschmack  


Porree zeichnet sich durch seinen mild-würzigen Geschmack aus, der je nach Zubereitungsart variiert. Die weißen bis hellgrünen Teile besitzen ein dezentes Zwiebelaroma, das deutlich sanfter und süßer ist als das von herkömmlichen Zwiebeln. Die dunkelgrünen Blätter hingegen haben einen etwas intensiveren, herberen Geschmack. Durch Garen wird die Schärfe von Porree reduziert, wodurch sein Aroma weicher und leicht süßlich wird, während er in roher Form eine knackige Konsistenz und ein kräftigeres Zwiebelaroma aufweist.

Porree: Inhaltsstoffe


Porree zeichnet sich durch seine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung aus. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Folsäure (Vitamin B9), Vitamin C und Vitamin K. Zudem dient er als Quelle für Vitamin B6.

Nährwerte 


In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Porree (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Kilokalorien29 kcal
Protein2,1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3,3 g
Ballaststoffe 2,3 g
Wasser86 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Porree (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte. 

 

Thiamin (Vitamin B1)79 µg
Riboflavin (Vitamin B2)68 µg
Niacin (Vitamin B3)530 µg
Pantothensäure (Vitamin B5)140 µg
Vitamin B6 263 µg
Biotin (Vitamin B7)1,6 µg
Folsäure (Vitamin B9)103 µg
Vitamin C24 mg
Vitamin E529 µg
Vitamin K47 µg
Beta-Carotin739 µg
Natrium4 mg
Magnesium15 mg
Kalium279 mg
Calcium63 mg
Phosphor49 mg
Mangan190 µg
Eisen809 µg
Kupfer53 µg
Zink 314 µg

Ist Porree gesund?


Porree ist ein vielseitiges Gemüse mit bemerkenswerten Nährstoffen, die verschiedene Funktionen im Körper unterstützen. 

Der hohe Gehalt an Vitamin C im Porree leistet einen Beitrag zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Zudem enthält Porree hohe Mengen an Vitamin K, das eine zentrale Rolle bei der normalen Blutgerinnung und der Erhaltung der Knochengesundheit einnimmt. 

Auch Folsäure (Vitamin B9) ist in hoher Menge enthalten. Dieses Vitamin ist insbesondere für die Zellteilung sowie die Bildung von Blut wichtig. Insbesondere in besonderen Lebensphasen, wie etwa während einer Schwangerschaft, spielt Folsäure eine wesentliche Rolle.  

Durch diese Nährstoffe kann Porree einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. 

Porree tiefgekühlt


Porree wird häufig als Tiefkühlprodukt angeboten und ist eine praktische Alternative zu frischem Porree. Die tiefgekühlte Variante wird vorgeputzt, geschnitten und schockgefrostet, wodurch sie sofort einsatzbereit ist und ihre Qualität lange bewahrt. Besonders geeignet ist gefrorener Porree für Suppen, Eintöpfe, Aufläufe oder Wok-Gerichte, bei denen er direkt aus der Tiefkühltruhe verwendet werden kann, ohne vorheriges Auftauen. Dies spart Zeit bei der Zubereitung und ermöglicht eine flexible Handhabung in der Küche, insbesondere für Gerichte, bei denen Porree nur in kleineren Mengen benötigt wird.

Porree: Tipps für die Zubereitung


Porree ist ein vielseitiges und aromatisches Gemüse, das sich auf viele verschiedene Arten zubereiten lässt. Von der rohen Verwendung in Salaten bis hin zu komplexeren Gerichten wie Suppen oder Quiches bietet Porree zahlreiche Möglichkeiten. Im Folgenden werden die gängigsten Zubereitungsformen inklusive der einzelnen Schritte vorgestellt. 

Vorbereitung von Porree 
Frischer Porree sollte zuerst gründlich gereinigt werden, da sich zwischen den Blättern oft Erde und Schmutz absetzen. Hierzu wird der Porree längs halbiert und unter fließendem Wasser gewaschen, um alle Rückstände zu entfernen. Anschließend wird das Wurzelende abgeschnitten, die äußeren Blätter entfernt und der Porree in die gewünschte Form geschnitten, z. B. in Ringe oder Streifen. 

Roh: Porree im Salat 
Porree eignet sich hervorragend in roher Form, beispielsweise für Salate. Nach dem Waschen und Schneiden in dünne Ringe wird der Porree mit einer Marinade aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer oder einer Joghurtsauce angemacht. Häufig wird der rohe Porree mit weiteren Zutaten wie Äpfeln, Karotten oder Walnüssen kombiniert, um dem Salat eine zusätzliche Geschmacksnote zu verleihen. 

Im Topf: Porree-Suppe 
Für eine Porree-Suppe wird der vorbereitete Porree zusammen mit Butter oder Öl kurz angedünstet. Je nach Rezept können weitere Zutaten wie Kartoffeln, Möhren oder Sellerie hinzugefügt werden. Nach dem Anschwitzen wird die Mischung mit Brühe aufgegossen und für etwa 15 bis 20 Minuten gekocht, bis das Gemüse weich ist. Zum Schluss kann die Suppe püriert und nach Geschmack mit Sahne oder Crème fraîche verfeinert werden. Beispiele für Variationen sind die klassische Lauch-Kartoffel-Suppe oder Suppen mit Hackfleisch. 

In der Pfanne: Hack-Porree-Pfanne 
Die Kombination aus Hackfleisch und Porree ist beliebt und einfach zuzubereiten. Zunächst wird Hackfleisch in einer Pfanne mit etwas Öl angebraten. Der geschnittene Porree kommt anschließend hinzu und wird für einige Minuten mitgedünstet. Mit Brühe abgelöscht und ggf. mit Sahne oder Frischkäse verfeinert, entsteht eine herzhafte Pfannengericht-Variante. Gewürze wie Muskat, Pfeffer und Salz sorgen für den letzten Feinschliff. 

Im Backofen: Porree-Quiche 
Für eine Porree-Quiche ist ein Mürbeteig oder Blätterteig die Grundlage. Der Porree wird zunächst in der Pfanne gedünstet und anschließend mit einer Mischung aus Eiern, Sahne und geriebenem Käse vermengt. Diese Masse wird auf den Teig gegeben und im vorgeheizten Backofen bei etwa 180 Grad Celsius für ca. 30 bis 40 Minuten gebacken, bis die Quiche goldbraun ist. Dieses Gericht eignet sich sowohl als Hauptmahlzeit als auch für Buffets oder als Snack. 

In der Heißluftfritteuse: Porree als knusprige Beilage 
Porree kann in der Heißluftfritteuse zubereitet werden, um eine knusprige Beilage zu erhalten. Hierfür wird der Porree in größere Stücke oder Ringe geschnitten, mit etwas Öl, Gewürzen und Paniermehl vermischt und bei ca. 180 Grad Celsius knusprig gebacken. Diese Variante eignet sich gut als Snack oder Ergänzung zu Hauptgerichten. 

Grillen: Porree als Beilage 
Porree ist auch gegrillt eine Köstlichkeit. Dazu wird der Porree im Ganzen oder in längliche Stücke geschnitten, mit Öl bestrichen und auf den Grill gelegt. Nach etwa 5 bis 10 Minuten pro Seite entsteht ein rauchiges Aroma. Als Alternative kann der Porree auch in Alufolie gewickelt und vorsichtig gegart werden. 

Weitere Zubereitungsarten: Fermentation 
Porree kann durch Fermentation haltbar gemacht werden. Hierzu wird der fein geschnittene und mit Salz vermischte Porree in ein Einmachglas gefüllt und fest angedrückt. Das Gemüse wird dabei vollständig mit seinem eigenen austretenden Saft bedeckt. Das Glas bleibt mehrere Tage bis Wochen bei Raumtemperatur stehen, bis die Fermentation abgeschlossen ist. Dieses Verfahren ergibt ein aromatisches und leicht säuerliches Produkt, das in kleinen Mengen als Würzmittel oder Beilage verwendet werden kann. 

Porree ist ein äußerst vielseitiges Gemüse, das sich für verschiedenste Zubereitungen eignet und in vielen Gerichten seinen Platz findet. Von roh über gekocht bis hin zu gebacken oder gegrillt eröffnet Porree zahlreiche Möglichkeiten für kreative und einfache Rezeptideen.

Kann man Porree roh essen?


Porree, auch bekannt als Lauch, ist grundsätzlich roh verzehrbar und kann beispielsweise fein geschnitten in Salaten oder als würzende Zutat verwendet werden. Der rohe Verzehr zeichnet sich durch einen charakteristisch kräftigen und leicht scharfen Geschmack aus, der etwas milder ist als bei rohen Zwiebeln. Im Vergleich dazu wird Porree häufig gekocht, gedünstet oder gebraten, was seinen Geschmack milder und süßlicher macht und ihn zu einer vielseitigen Zutat in Suppen, Eintöpfen oder Aufläufen macht.

Porree: Lagerung


Für die Lagerung des rohen Porrees empfiehlt sich ein kühler, trockener Ort, etwa im Gemüsefach des Kühlschranks, wo er mehrere Tage frisch bleibt. Alternativ kann Porree blanchiert und anschließend eingefroren werden, um ihn länger haltbar zu machen und bequem für die warme Zubereitung vorrätig zu haben. 



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