
Portulak - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Portulak, botanisch bekannt als *Portulaca oleracea*, ist eine traditionelle Pflanze, die weltweit sowohl wild als auch kultiviert vorkommt. Seine Nutzung reicht bis in die Antike zurück, wo er in verschiedenen Kulturen als Gemüse und Heilpflanze geschätzt wurde. Besonders der europäische Portulak wird heute wieder vermehrt angebaut und als Zutat in der modernen Küche verwendet. Charakteristisch für den essbaren Portulak sind seine saftigen, leicht säuerlich schmeckenden Blätter. Je nach Sorte und Anbau wird zwischen wildem Portulak und dem kultivierten echten Portulak unterschieden.
Die Herkunft des Portulaks lässt sich in mehrere Regionen der Welt zurückverfolgen, wobei er sich aufgrund seines unkomplizierten Wachstums an verschiedenen Standorten verbreitet hat. Portulak kann sowohl roh gegessen als auch gekocht werden, wodurch er vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Salaten, Suppen und weiteren Gerichten bietet. Trotz seiner Beliebtheit stellt sich gelegentlich die Frage, ob Portulak giftig sein könnte, doch essbare Sorten wie der echte Portulak sind für den menschlichen Verzehr unbedenklich.
Portulak: Infos und Tipps zum Lebensmittel
Die Highlights von Portulak im Überblick
✓ Portulak gehört zu den Wildkräutern und zeichnet sich durch fleischige, sukkulente Blätter aus
✓ Das Lebensmittel enthält einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, ungewöhnlich für grüne Pflanzen
✓ Sein Geschmack ist mild säuerlich mit einer leicht nussigen Note
✓ Portulak wird roh als Salat oder gekocht in diversen Gerichten verwendet
✓ Die Pflanze wächst schnell und ist in vielen gemäßigten und warmen Regionen heimisch
Portulak: Saison
Portulak, auch bekannt als Gemüse Portulak, wird in Deutschland vor allem in den Sommermonaten angebaut, da die Pflanze warme Temperaturen und sonnige Standorte bevorzugt. Die Anbausaison reicht je nach Witterung von Mai bis September. International wird Portulak in vielen warmen Regionen kultiviert, besonders im Mittelmeerraum, in Asien und Mittelamerika, wo er ganzjährig angebaut werden kann. In Märkten ist Portulak aufgrund seiner kurzen Haltbarkeit überwiegend während der lokalen Anbausaison oder in spezialisierten Lebensmittelgeschäften und auf Wochenmärkten erhältlich. Als vielseitige Portulak Salat Pflanze wird er geschätzt, doch auch großblütiger und blühender Portulak findet als Zierpflanze Anwendung.
Welche Portulak-Sorten gibt es?
Welche Portulak-Sorten gibt es?
Portulak ist eine vielseitige Pflanze, die in verschiedenen Sorten vorkommt und sich sowohl optisch als auch geschmacklich unterscheidet. Eine bekannte Sorte ist der Sommerportulak, der durch seine dickfleischigen, grünen Blätter und seinen mild-säuerlichen Geschmack charakterisiert wird. Der Winterportulak, auch als Postelein bekannt, zeichnet sich hingegen durch zartere, spitz zulaufende Blätter und eine höhere Kältetoleranz aus, weshalb er oft in der kalten Jahreszeit angebaut wird. Eine weitere Variante ist der Goldportulak, der durch seine leicht gelblich bis goldfarbenen Blätter auffällt und einen ausgeprägt nussigen Geschmack besitzt. Diese Sorten machen Portulak zu einem vielseitigen Gemüse, das sowohl roh als auch gekocht verwendet werden kann.
Portulak: Geschmack
Portulak zeichnet sich durch einen mild-säuerlichen Geschmack mit leicht nussigen und erfrischenden Noten aus. Die zarten Blätter und Stängel besitzen eine dezente Salzigkeit, die an junge Spinatblätter erinnert. Besonders die saftige Konsistenz und der feine Biss unterstreichen das frische Aroma und machen Portulak zu einer geschmacklich vielseitigen Zutat in verschiedenen Gerichten.
Portulak: Inhaltsstoffe
Portulak zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C und Vitamin K aus. Zudem ist das Gemüse eine Quelle für Eisen. Dadurch gehört das Blattgemüse zu den nährstoffreichen Pflanzen, die vielseitig in der Küche verwendet werden können.
Nährwerte
In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Portulak (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Kilokalorien | 11 kcal |
| Protein | 1,5 g |
| Fett | 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 0,6 g |
| Ballaststoffe | 2,5 g |
| Wasser | 92 g |
Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Portulak (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Thiamin (Vitamin B1) | 30 µg |
| Riboflavin (Vitamin B2) | 100 µg |
| Niacin (Vitamin B3) | 500 µg |
| Vitamin B6 | 150 µg |
| Vitamin C | 72 mg |
| Vitamin K | 381 µg |
| Beta-Carotin | 1 mg |
| Natrium | 2 mg |
| Magnesium | 151 mg |
| Kalium | 390 mg |
| Calcium | 95 mg |
| Phosphor | 35 mg |
| Eisen | 3,6 mg |
Ist Portulak gesund?
Portulak ist ein nährstoffreiches Lebensmittel, das durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und Vitamin K sowie als Eisenquelle in der Ernährung geschätzt wird.
Der hohe Anteil an Vitamin C im Portulak unterstützt den Körper in verschiedenen Prozessen. Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt die Bildung von Kollagen, das für die Struktur von Haut, Knorpeln und Blutgefäßen wichtig ist. Zusätzlich trägt das Vitamin dazu bei, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Vitamin K ist ebenfalls in beachtlicher Menge in Portulak vorhanden. Es spielt eine wesentliche Rolle für die Blutgerinnung und trägt zum Erhalt normaler Knochen bei.
Portulak gilt außerdem eine Eisenquelle. Eisen trägt unter anderem zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und hat eine Funktion beim Sauerstofftransport im Körper.
Durch die Kombination dieser Mikronährstoffe ist der Verzehr von Portulak eine vielseitige Möglichkeit, eine ausgewogene Ernährung zu unterstützen, insbesondere in Hinblick auf die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen.
Portulak: Tipps für die Zubereitung
Portulak ist ein vielseitiges Blattgemüse, das sich in der Küche auf verschiedene Weise zubereiten lässt. In seiner frischen, rohen Form ist er besonders knackig und eignet sich ideal für leichte, aromatische Gerichte. Im Folgenden werden die gängigsten Zubereitungsformen beschrieben:
1. Portulak roh – für Salate und Smoothies
Portulak kann roh verzehrt werden und passt hervorragend in Salate. Vor der Verarbeitung sollten die Blätter gründlich unter kaltem Wasser gewaschen und anschließend trocken getupft werden. Die knackigen Blätter und fleischigen Stiele bringen eine leicht säuerliche Note in den Salat. Für einen Portulak-Salat können die Blätter mit anderen Zutaten wie Tomaten, Paprika und Gurken kombiniert werden, ergänzt durch ein feines Salatdressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer.
Portulak kann auch als Zutat für grüne Smoothies dienen. Dabei wird er zusammen mit Obst wie Banane oder Apfel sowie einer Flüssigkeit wie Wasser oder Pflanzenmilch püriert. Vor allem Sommerportulak sorgt für eine frische, sommerliche Note.
2. Portulak im Topf – blanchieren oder als Suppe
Blanchieren ist eine beliebte Methode, um Portulak leicht vorzubereiten. Dazu wird der Portulak nach dem Waschen in kochendem Salzwasser für etwa 30 Sekunden bis eine Minute gegart und anschließend direkt in Eiswasser abgeschreckt. Diese Technik erhält die leuchtend grüne Farbe und macht die Blätter zart.
Aus blanchiertem Portulak kann zudem eine einfache Suppe zubereitet werden. Dafür zunächst Zwiebeln in etwas Butter anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen und den Portulak hinzufügen. Nach kurzem Köcheln wird alles püriert und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt.
3. Portulak in der Pfanne – als Beilage oder Pesto-Grundlage
In der Pfanne lässt sich Portulak schnell zubereiten. Die frischen Blätter sollten zunächst gewaschen und gut abgetropft werden. Danach wird etwas Öl oder Butter in der Pfanne erhitzt, und der Portulak wird bei geringer bis mittlerer Hitze kurz angebraten. Dabei reicht eine Garzeit von wenigen Minuten, da die Blätter schnell zusammenfallen. Diese Art der Zubereitung bietet sich hervorragend als Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten an.
Außerdem kann angebratener Portulak mit gerösteten Kernen, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan zu einem aromatischen Pesto verarbeitet werden, das zu Pasta oder als Brotaufstrich passt.
Durch seine Vielseitigkeit lässt sich Portulak einfach an verschiedene Gerichte und Geschmäcker anpassen. Ob roh, blanchiert, in der Suppe oder als Beilage – das würzige Blattgemüse ist eine Bereicherung für die Küche.
Kann man Portulak roh essen?
Portulak ist problemlos roh verzehrbar und wird aufgrund seines mild-säuerlichen Geschmacks häufig als Zutat in Salaten oder als Garnitur verwendet. Im Vergleich zur schonenden Zubereitung, beispielsweise durch kurzes Blanchieren oder Dünsten, bleibt beim Rohverzehr die knackige Textur erhalten. Leicht gedünsteter Portulak hingegen eignet sich besser als warme Gemüsebeilage oder in Suppen, da dabei die Blätter zarter werden und der Geschmack milder ausfällt.
Leckere Portulak-Rezepte
Portulak: Lagerung
Bei der Lagerung sollte frischer Portulak möglichst trocken und kühl aufbewahrt werden, idealerweise im Gemüsefach des Kühlschranks, wo er sich ein bis zwei Tage hält. Um die Frische zu verlängern, können die Stiele in ein Glas mit Wasser gestellt und mit einer Frischhaltefolie leicht abgedeckt werden.
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