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Rote Bete - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Die Rote Bete, auch bekannt als Rote Rübe, gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihr Ursprung liegt im Mittelmeerraum, wo sie bereits in der Antike für ihre vielseitige Verwendung geschätzt wurde. Ursprünglich kultivierte man sie wegen ihrer Blätter, die als Nahrungsmittel dienten, bevor sich die dicke Rübenknolle in den Vordergrund rückte. Heute wird die Rote Bete weltweit angebaut und ist insbesondere in der europäischen Küche fest verankert.

Die Bedeutung der Roten Bete reicht weit über ihre kulinarische Verwendung hinaus. Sie gilt nicht nur als vielseitiges Gemüse, sondern wird auch wegen ihres hohen Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen geschätzt, was ihr den Ruf eines „Superfoods“ eingebracht hat. Darüber hinaus finden die roten Knollen und auch die Blätter in verschiedenen Formen Anwendung, etwa als frische Zutat, als getrocknete Rote-Bete-Kristalle oder in fermentierter Form. In der Volksmedizin wurden der Pflanze schon früh besondere Eigenschaften zugesprochen, und noch heute wird sie in traditionellen Rezepturen verarbeitet.

Rote Bete: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Rote Bete: Infos und Tipps zum Lebensmittel
 

✓ Rote Bete enthält natürliche Farbstoffe wie Betanin, die für die intensive rote Färbung verantwortlich sind

✓ Sie ist eine Kalium Quelle 

✓ Das Gemüse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Folsäure aus

✓ Rote Bete kann roh, gekocht oder eingelegt verzehrt werden und eignet sich für vielfältige Zubereitungen

✓ Saison hat sie überwiegend im Herbst und Winter, ist jedoch das ganze Jahr über verfügbar 

Rote Bete: Saison  


Rote Bete wird in Deutschland vor allem in gemäßigten Klimazonen angebaut, da sie kühle Temperaturen bevorzugt. Die Anpflanzung erfolgt meist ab April, während die Ernte, abhängig von der Sorte, zwischen Juli und November stattfindet. Die Rote Bete gedeiht besonders gut in lockeren, humusreichen Böden, die regelmäßig gedüngt und gut durchlüftet werden. International wird sie ebenfalls in Regionen mit gemäßigtem Klima angebaut, darunter in Teilen Europas, Nordamerikas und Asiens. Aufgrund ihrer guten Lagerfähigkeit ist Rote Bete nahezu das ganze Jahr über in Supermärkten erhältlich, auch wenn der regionale Anbau saisonal begrenzt ist. Die richtige Lagerung bei Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad Celsius ermöglicht eine längere Haltbarkeit, was ihre Verfügbarkeit auch über die Erntesaison hinaus sicherstellt.

Welche Rote Bete-Sorten gibt es? 


Rote Bete ist in verschiedenen Sorten erhältlich, die sich durch Form, Farbe und Geschmack unterscheiden. Die klassische Sorte „Detroit Dark Red“ zeichnet sich durch ihre intensiv rote Farbe und ihre gleichmäßige, runde Form aus. „Chioggia“ fällt durch ihre auffälligen, hellroten und weißen Ringmuster im Inneren auf und besitzt einen etwas milderen Geschmack. Die Sorte „Golden Beet“ hebt sich durch ihre leuchtend gelbe Farbe hervor und hat ein süßlicheres Aroma. Längliche Varianten wie „Cylindra“ sind besonders platzsparend und eignen sich gut für die Verarbeitung in Scheiben. Jede Sorte weist hierbei leicht unterschiedliche kulinarische Eigenschaften auf und bietet dadurch vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Rote Bete: Geschmack 


Rote Bete zeichnet sich durch ihre erdige, leicht süßliche Note aus, die durch einen dezent herben Unterton abgerundet wird. Die Textur ist zart und saftig, insbesondere nach dem Garen, während sie roh eine festere Konsistenz aufweist. In Geschmack und Aromatik spiegelt sich ihre natürliche Verbindung zum Boden wider, was sie zu einer vielseitigen Zutat in der Küche macht.

Rote Bete: Inhaltsstoffe


Rote Bete enthält vielfältige Inhaltsstoffe. Besonders erwähnenswert ist ihr hoher Gehalt an Folsäure (Vitamin B9), einem essenziellen Bestandteil für den Körper. Zudem gilt die Rote Bete als Kalium Quelle.

Nährwerte 


In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Rote Bete (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte. 

Kilokalorien47 kcal
Protein1,5 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 8,4 g
Ballaststoffe 2,5 g
Wasser86 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Rote Bete (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

 

Thiamin (Vitamin B1)22 µg
Riboflavin (Vitamin B2)42 µg
Niacin (Vitamin B3)230 µg
Pantothensäure (Vitamin B5)130 µg
Vitamin B650 µg
Folsäure (Vitamin B9)83 µg
Vitamin C10 mg
Vitamin E47 µg
Beta-Carotin11 µg
Natrium58 mg
Magnesium20 mg
Kalium407 mg
Calcium17 mg
Phosphor44 mg
Mangan244 µg
Eisen890 µg
Kupfer82 µg
Zink357 µg

Ist Rote Bete gesund? 


Rote Bete wird als vielseitiges Lebensmittel geschätzt. Die Rote Bete hat einen hohen Gehalt an Folsäure, auch bekannt als Vitamin B9. Folsäure trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems sowie zur Bildung von roten Blutkörperchen bei. Zudem ist das Gemüse eine gute Quelle für Kalium. Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie der Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Diese Nährstoffzusammensetzung macht Rote Bete zu einem interessanten Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Rote Bete tiefgekühlt


Rote Bete wird mittlerweile oft auch als Tiefkühlprodukt angeboten. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sie bereits vorgekocht, geschält und in praktischen Stücken oder Scheiben portioniert erhältlich ist, was die Verarbeitung deutlich erleichtert. Tiefgekühlte Rote Bete eignet sich besonders für Gerichte, bei denen die Rübe weiterverarbeitet wird, wie Suppen, Eintöpfe, Currys oder Smoothies, da sie nach dem Auftauen ähnlich wie die frische Variante verwendet werden kann. Durch die Tiefkühlung bleibt zudem der Geschmack weitgehend erhalten, was sie zu einer vielseitigen Zutat für unterschiedliche Küchenanwendungen macht.

Rote Bete: Tipps für die Zubereitung 


Frische Rote Bete ist vielseitig und lässt sich auf unterschiedliche Weise zubereiten, um ihren erdigen und leicht süßlichen Geschmack hervorzuheben. Die folgenden Methoden zeigen die typischen Schritte, die bei der Zubereitung von roher Roter Bete angewandt werden. 

Roh als Salat oder Carpaccio   
Rote Bete kann roh für die Zubereitung von Salaten oder einem Carpaccio verwendet werden. Dazu wird die Knolle zunächst gründlich gewaschen und geschält. Am besten geschieht dies mit Handschuhen, um rote Verfärbungen der Hände zu vermeiden. Anschließend wird die Knolle in sehr dünne Scheiben gehobelt oder mit einer Reibe fein geraspelt. Für Salate können die Raspel direkt verarbeitet werden, während die hauchdünnen Scheiben für Carpaccio auf einem Teller angerichtet und mit einer Marinade aus Öl, Essig, Salz und Pfeffer verfeinert werden. 

Gekocht im Topf   
Zum Kochen der Roten Bete wird die rohe Knolle zunächst unter fließendem Wasser gesäubert. Die Schale bleibt samt Blättern und Wurzelansätzen jedoch dran, um zu verhindern, dass Saft und Aroma austreten. Die Knollen werden in einen Topf mit ausreichend Wasser gegeben, das leicht gesalzen werden kann. Die Kochzeit beträgt je nach Größe der Knollen etwa 30 bis 50 Minuten. Nach dem Kochen wird die Schale durch sanftes Abrubbeln entfernt – dies gelingt am einfachsten, wenn die Knolle noch warm ist. Gekochte Rote Bete kann für Gerichte wie Salate, Suppen oder Eintöpfe weiterverarbeitet werden. 

Gebacken im Backofen   
Im Ofen gebackene Rote Bete entwickelt ein intensives Aroma und eine weiche, karamellisierte Textur. Dafür werden die gewaschenen Knollen entweder ungeschält im Ganzen oder geschält und in Stücke geschnitten verarbeitet. Die Stücke können mit etwas Olivenöl, Salz und Kräutern nach Wahl vermengt werden. Ganze Knollen können in Alufolie oder Backpapier gewickelt werden, um den Saft und Geschmack zu bewahren. Bei 180 bis 200 Grad Celsius beträgt die Backzeit etwa 40 bis 60 Minuten, abhängig von der Größe der Knollen. 

Zubereitung in der Heißluftfritteuse   
Rote Bete lässt sich auch in der Heißluftfritteuse zubereiten, was ihr eine leicht knusprige Konsistenz verleiht. Nach dem Waschen und Schälen wird die Rote Bete in dünne Scheiben geschnitten oder in Würfel geteilt. Diese werden mit etwas Öl und Gewürzen vermengt und in den Korb der Heißluftfritteuse gegeben. Bei etwa 180 Grad Celsius benötigen die Stücke 15 bis 25 Minuten, um durchzugaren und leicht knusprig zu werden. 

Verwendung für Saft oder Suppe   
Für die Zubereitung von Rote Bete Saft wird die rohe Knolle gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten. Diese können in einer Saftpresse oder einem Entsafter verarbeitet werden, um den frischen Saft zu gewinnen. Für Suppen oder Eintöpfe wird die rohe Rote Bete hingegen geschält und in Würfel oder dünne Scheiben geschnitten, bevor sie zusammen mit anderen Gemüsesorten in Brühe gegart wird, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Klassiker wie Borschtsch greifen auf dieses Verfahren zurück. 

Jede der beschriebenen Zubereitungsformen bewahrt das charakteristische Aroma der Roten Bete, während sie sich individuell auf die Bedürfnisse und Gerichte abstimmen lässt. 

Kann man Rote Bete roh essen?


Rote Bete ist roh grundsätzlich verzehrbar und eignet sich besonders gut für die Zubereitung von Salaten, beispielsweise in fein geraspelter Form. Im rohen Zustand behält sie ihre knackige Textur und ihren charakteristischen, leicht erdigen Geschmack, der sich durch eine schonende Zubereitung wie Dünsten oder Kochen deutlich mildert. Gegarte Rote Bete wird weicher und erhält eine süßlichere Note, wodurch sie sich besonders gut für Beilagen, Suppen oder Pürees eignet. Eine ebenfalls beliebte Zubereitungsart ist das Einlegen, bei der die Knolle, meist nach dem Garen, in Essig und Gewürzen konserviert wird.

Rote Bete: Lagerung


Für die Lagerung empfiehlt sich ein kühler, dunkler Ort, wie der Kühlschrank oder ein kühler Keller, wobei frische, ungeschälte Rote Bete mehrere Wochen haltbar bleibt. Bereits gegarte oder angeschnittene Knollen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verzehrt werden, um Geschmack und Frische zu bewahren. 


Leckere Rote Bete-Rezepte

Mini-Flammkuchen mit Feldsalat, roter Bete & grünem Apfel (Rezept von Johann Lafer)

25Min. / einfach

Röstkartoffel-Würfel mit gratiniertem Ziegenkäse, Haselnüssen & Rote-Bete-Chutney

35Min. / einfach


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