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Staudensellerie - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Staudensellerie, auch bekannt als Stangensellerie oder Bleichsellerie, zählt zu den vielseitigsten Gemüsesorten und hat eine lange Geschichte. Sein Ursprung wird im Mittelmeerraum vermutet, wo er bereits in der Antike als Kulturpflanze bekannt war. Frühe Verwendungen gehen auf die traditionelle Medizin zurück, in der Staudensellerie für verschiedene Heilzwecke geschätzt wurde. Historische Anbaugebiete erstrecken sich über Südeuropa und den Nahen Osten, bevor das Gemüse schließlich weltweit kultiviert wurde. Mit seinen langen, grünen Selleriestangen fand er sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde feste Anwendungsbereiche.

Bis heute hat Staudensellerie seinen Platz als wichtiges Gemüse behalten. Er wird roh, gegart oder als Saft verwendet, der in modernen Ernährungstrends wie der sogenannten Staudensellerie-Saft-Kur eine Rolle spielt. Neben seiner kulinarischen Vielseitigkeit wird das Gemüse aufgrund seiner knackigen Struktur und seines charakteristischen Aromas geschätzt. Diese Eigenschaften machen den Staudensellerie zu einem festen Bestandteil zahlreicher Gerichte und Anwendungen, dessen Popularität über Jahrtausende hinweg Bestand hat.

Staudensellerie: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Die Highlights von Staudensellerie im Überblick
 

✓ Staudensellerie gehört zur Familie der Doldenblütler und wird vor allem als Gemüse verwendet

✓ Besteht zu einem großen Teil aus Wasser und hat eine knackige, faserige Struktur

✓ Wird häufig roh, gekocht oder als Zutat in Suppen und Säften verarbeitet 

✓ Enthält essentielle Vitamine und Mineralstoffe, darunter Kalium und Vitamin K

✓ Kann sowohl die Stängel als auch die zarten, grünen Blätter für die Küche nutzbar machen

Staudensellerie: Saison


Staudensellerie wird in Deutschland vor allem in den Sommermonaten angebaut, da er ein gemäßigtes Klima mit ausreichend Feuchtigkeit bevorzugt. Die Anbauzeit beginnt meist im Frühjahr, wenn die Temperaturen wärmer werden, wobei Selleriesamen ab März in geschützten Bereichen wie Frühbeeten oder Gewächshäusern ausgesät werden können. Die Erntezeit von Staudensellerie erstreckt sich in der Regel von Juli bis Oktober, abhängig von Standort und klimatischen Bedingungen. International wird Staudensellerie vor allem in gemäßigten bis subtropischen Regionen wie Südeuropa, den USA und Teilen Asiens kultiviert. Dank des weltweiten Anbaus ist Staudensellerie in Supermärkten das ganze Jahr über verfügbar, wobei frische, regionale Ware hauptsächlich während der heimischen Erntezeit angeboten wird. Nach der Ernte sollte Staudensellerie kühl und trocken gelagert werden, um seine Frische möglichst lange zu bewahren.

Welche Staudensellerie-Sorten gibt es? 


Staudensellerie, botanisch als *Apium graveolens var. dulce* bekannt, lässt sich in verschiedene Sorten unterteilen, die sich vor allem durch Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Zu den beliebtesten Sorten zählen der grüne Staudensellerie und der sogenannte "Pascal"-Sellerie. Grüner Staudensellerie zeichnet sich durch seine kräftige Farbe und ein intensiveres Aroma aus, während der Pascal-Staudensellerie mildere Geschmacksnoten aufweist und häufig dickere, saftigere Stängel besitzt. Eine weitere Variante ist der gelbe oder goldene Staudensellerie, der durch eine weiche Textur und einen feinen Geschmack gekennzeichnet ist. Diese Sorten unterscheiden sich auch in ihrem Anbau, da manche eher schattenliebend sind, was die Ausprägung der Schale und der Stängelfarbe beeinflusst. 

Staudensellerie: Geschmack


Staudensellerie überzeugt durch seinen erfrischend milden Geschmack, der von einer dezenten, leicht herben Note begleitet wird. Die knackige Textur sorgt für ein angenehmes Mundgefühl, während die Aromen eine subtile Würze entfalten. Charakteristisch ist außerdem ein leicht salziger Unterton, der den geschmacklichen Gesamteindruck abrundet. Diese ausgewogene Kombination macht Staudensellerie zu einer vielseitigen Zutat in der Küche.

Staudensellerie: Inhaltsstoffe


Staudensellerie liefert eine bemerkenswerte Menge an Vitamin K und ist ein vielseitiger Bestandteil in der Küche. 

Nährwerte 


In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Staudensellerie (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Kilokalorien20 kcal
Protein1,2 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 2,2 g
Ballaststoffe 2,6 g
Wasser92,8 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


In der Tabelle kannst du sehen, welche Vitamine und Mineralien Staudensellerie (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

 

Thiamin (Vitamin B1)48 µg
Riboflavin (Vitamin B2) 76 µg
Niacin (Vitamin B3)550 µg
Pantothensäure (Vitamin B5)430 µg
Vitamin B690 µg
Biotin (Vitamin B7)100 ng
Folsäure (Vitamin B9) 7 µg
Vitamin C7 mg
Vitamin K 29 µg
Beta-Carotin2,9 mg
Natrium125 mg
Magnesium12 mg
Kalium329 mg
Calcium80 mg
Phosphor48 mg
Mangan101 µg
Eisen180 µg
Kupfer38 µg
Zink139 µg

Ist Staudensellerie gesund?


Staudensellerie zählt zu den Gemüsesorten mit einem hohen Nährstoffgehalt und wird häufig für eine ausgewogene Ernährung geschätzt. Besonders bemerkenswert ist sein hoher Gehalt an Vitamin K, welches eine wichtige Rolle für verschiedene Körperfunktionen spielen. 

Vitamin K, das in großer Menge in Staudensellerie enthalten ist, spielt eine wesentliche Rolle bei der Blutgerinnung. Darüber hinaus unterstützt Vitamin K die Erhaltung normaler Knochen und wirkt sich somit positiv auf die Knochengesundheit aus. 

Aufgrund der enthaltenen wertvollen Nährstoffen lässt sich Staudensellerie als eine nährstoffreiche Ergänzung zum Speiseplan betrachten. 

Staudensellerie tiefgekühlt 


Staudensellerie wird in der Regel seltener als Tiefkühlprodukt angeboten, da das Gemüse meist frisch erhältlich ist und seine Konsistenz durch das Einfrieren verlieren kann. Dennoch gibt es vereinzelt tiefgekühlte Varianten, vor allem in Form von vorgeschnittenen Stücken, die sich besonders für die Zubereitung von Suppen, Eintöpfen oder Smoothies eignen. In diesen Anwendungsbereichen spielt die Textur des Selleries eine untergeordnete Rolle, da er häufig püriert oder weich gekocht wird. Die tiefgekühlte Version bietet hier den Vorteil einer längeren Haltbarkeit und einer schnellen Verfügbarkeit ohne zeitaufwendiges Waschen und Schneiden.

Staudensellerie: Tipps für die Zubereitung


Staudensellerie ist ein vielseitiges Gemüse, das auf verschiedene Arten zubereitet werden kann. Von roh und knackig bis hin zu gekocht oder gebraten – das Gemüse eignet sich für viele Rezepte und Zubereitungsarten. Die folgenden Methoden beschreiben die gängigsten Varianten, ausgehend von frischem Staudensellerie, wie er in Supermärkten oder auf Märkten erhältlich ist.

**Vorbereitung**   
Staudensellerie sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden, um Schmutz und eventuelle Rückstände zu entfernen. Dafür werden die einzelnen Stangen gelöst und unter fließendem Wasser abgespült. Für empfindliche Stiele empfiehlt es sich, die harten Fasern zu entfernen. Hierzu wird ein Messer oder ein Schäler verwendet, um die äußeren Fasern von der Stange zu ziehen. Nach dem Schälen kann der Staudensellerie in Stücke, Scheiben oder Stangen geschnitten werden – je nach gewünschtem Verwendungszweck. 

**Zubereitungen**

**1. Roh**   
Staudensellerie wird häufig roh verzehrt – entweder in Stangenform, in Stücke geschnitten oder als Bestandteil von Salaten. Nach dem Waschen und Schälen wird der Sellerie direkt verzehrt oder mit Dip-Saucen, wie Kräuterquark oder Hummus, kombiniert. Als Zutat für Salate wird er dünn aufgeschnitten und mit anderen Gemüsesorten vermischt.   

**2. In Eintöpfen und Suppen**   
Für die Verwendung in Suppen oder Eintöpfen wird der gewaschene und ggf. geschälte Staudensellerie in kleine Stücke geschnitten. Diese kommen zusammen mit anderen Zutaten in den Topf. Der Sellerie wird dabei entweder direkt in der Brühe gekocht oder vorher kurz in Öl angeschwitzt, um ihm ein intensiveres Aroma zu verleihen. Die Garzeit beträgt abhängig von der Dicke der Stücke etwa 15 bis 20 Minuten. Staudensellerie ist besonders beliebt in Minestrone oder als Basis für Gemüsebrühe.

**3. Gebraten in der Pfanne**   
Für gebratenen Staudensellerie wird dieser nach der Vorbereitung in etwa zwei bis drei Zentimeter lange Stücke geschnitten. Diese werden in einer Pfanne mit etwas Olivenöl, Salz und Gewürzen bei mittlerer Hitze angebraten. Die Garzeit beträgt fünf bis maximal zehn Minuten, wodurch der Staudensellerie seinen knackigen Biss größtenteils behält. Eine Mischung aus Knoblauch, Chiliflocken und Zitrone verleiht der Zubereitung eine mediterrane Note. 

**4. Im Backofen**   
Im Backofen eignet sich Staudensellerie gut als Antipasti oder als Bestandteil von Gemüsegerichten. Dazu werden die Stangen in mundgerechte Stücke geschnitten und mit einer Marinade aus Olivenöl, Gewürzen und Kräutern, wie Thymian oder Rosmarin, vermengt. Je nach Geschmack können auch Zitronensaft oder Parmesan hinzugegeben werden. Das Gemüse wird auf einem Backblech verteilt und bei 180 Grad Umluft etwa 20 bis 25 Minuten gegart, bis es weich und aromatisch ist.

**5. Blanchieren**   
Soll der Sellerie für Salate oder als leichte Beilage weniger intensiv schmecken, bietet sich das Blanchieren an. Dazu werden die vorbereiteten Stücke etwa zwei bis drei Minuten in kochendem, leicht gesalzenem Wasser gegart und anschließend direkt in Eiswasser abgeschreckt. So bleiben die Farben kräftig und die Konsistenz leicht bissfest. 

**6. Entsaften**   
Staudensellerie wird zunehmend für frisch gepresste Säfte genutzt. Vor dem Entsaften wird der Sellerie gewaschen und in etwa fünf bis sieben Zentimeter lange Stücke geschnitten. Diese können direkt in einen Entsafter gegeben werden. Der Saft wird pur getrunken oder mit anderen Obst- und Gemüsesäften kombiniert.

**Aufbewahrungstipp**   
Frisch gekaufter Staudensellerie hält sich am besten, wenn er in ein feuchtes Tuch gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Für längere Haltbarkeit kann er nach dem Blanchieren eingefroren werden. 

Kann man Staudensellerie roh essen?


Staudensellerie ist roh genießbar und wird häufig ungegart verzehrt, beispielsweise als Bestandteil von Salaten, Smoothies oder als Snack mit Dips. Der rohe Verzehr bewahrt den knackigen Biss und den frischen, leicht herben Geschmack der Stangen. Im Vergleich dazu verändert sich beim Dünsten oder Anbraten die Textur, da er weicher wird, und die Aromen entwickeln eine mildere, süßlichere Note, die sich gut für Suppen, Aufläufe oder Pfannengerichte eignet. Bei der Lagerung empfiehlt sich, Staudensellerie ungeschnitten in ein feuchtes Tuch einzuwickeln und im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren. So bleibt er bis zu zwei Wochen frisch. Einfrieren ist ebenfalls möglich, jedoch wird er nach dem Auftauen weicher und eignet sich dann eher für gekochte Zubereitungen.



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