
Steckrübe - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Die Steckrübe, auch bekannt unter regionalen Namen wie Erdkohlrabi, Kohlrübe oder Wruken, ist ein traditionelles Wurzelgemüse, das in Zeiten der Lebensmittelknappheit einst als unverzichtbares Grundnahrungsmittel galt. Heute erlebt die gelbe Kohlrübe, die häufig durch ihre charakteristische gelbliche bis orangefarbene Färbung auffällt, eine Renaissance in der modernen Küche. Sie ist besonders anpassungsfähig und dient als vielseitige Grundlage für Suppen, Eintöpfe oder Beilagen.
Historisch gesehen hat die Steckrübe eine bedeutende Rolle in der Landwirtschaft und Ernährung insbesondere in Nordeuropa eingenommen. Ihre robuste Natur macht sie unempfindlich gegenüber schwierigen klimatischen Bedingungen, weshalb sie häufig als verlässliches Wintergemüse geschätzt wurde. Neben der klassischen gelben Variante gibt es auch die rote Steckrübe sowie die lila Steckrübe, die sich optisch unterscheiden, jedoch ähnliche kulinarische Einsatzmöglichkeiten bieten.
Steckrübe: Infos und Tipps zum Lebensmittel
Die Highlights von Steckrübe im Überblick
✓ Die Steckrübe gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine anspruchslose, robuste Winterwurzel
✓ Sie zeichnet sich durch ihren mild-süßlichen Geschmack mit einer leicht erdigen Note aus
✓ Die essbaren Pflanzenteile umfassen sowohl die Wurzelknolle als auch die jungen Blätter
✓ Sie ist vielseitig einsetzbar und eignet sich unter anderem für Suppen, Eintöpfe oder Pürees
Steckrübe: Saison
Die Steckrübe, ein klassisches Wurzelgemüse, wird in Deutschland überwiegend im Spätsommer und Herbst angebaut. Die Aussaat erfolgt zwischen Mai und Juni, sodass die Erntezeit je nach Witterung üblicherweise ab September beginnt und bis in den Winter hinein andauert. International ist der Anbau der Steckrübe vor allem in gemäßigten Klimazonen verbreitet, darunter skandinavische Länder, Großbritannien und Teile Nordamerikas. Die robuste Steckrübenpflanze ist bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit und ihren geringen Bedarf an optimalen Bodenverhältnissen. Aufgrund der langen Lagerfähigkeit – die Steckrübe kann an einem kühlen, dunklen Ort mehrere Monate gelagert werden – ist sie in deutschen Märkten vor allem zwischen Spätherbst und Frühjahr erhältlich, was sie zu einem typischen Wintergemüse macht. Internationale Märkte bieten sie oft ganzjährig an, wobei Regionalität und frische Erntezeiten die Verfügbarkeit beeinflussen.
Welche Steckrübe-Sorten gibt es?
Die Steckrübe ist in verschiedenen Sorten erhältlich, die sich in Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Zu den beliebten Varianten gehört die gelbfleischige Steckrübe, die durch ihren süßlich-nussigen Geschmack und ihr kräftiges, gelbes Fruchtfleisch auffällt. Die weißfleischige Steckrübe zeichnet sich hingegen durch eine mildere Aromatik und eine hellere, fast weiße Färbung aus. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Schalenfarbe, die je nach Sorte von grünlich-gelb über violett bis hin zu bräunlichen Nuancen reicht. Zudem variiert die Form zwischen rundlich-ovalen und eher länglichen Knollen, was die Vielfalt dieser traditionellen Kulturpflanze unterstreicht.
Steckrübe: Geschmack
Die Steckrübe zeichnet sich durch ihren milden, leicht süßlichen Geschmack aus, der durch eine dezente erdige Note ergänzt wird. Ihr Aroma entwickelt beim Garen eine angenehme Tiefe, die an eine Mischung aus Kohlrabi und Karotte erinnert, während die Konsistenz je nach Zubereitungsart von weich bis cremig variieren kann. Besonders charakteristisch ist die sanfte Würze, die sich ideal mit anderen Aromen kombinieren lässt und sie zu einem vielseitigen Bestandteil in der Küche macht.
Steckrübe: Inhaltsstoffe
Die Steckrübe enthält wertvolle Mikronährstoffe. Hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C sowie ihr Beitrag zur Versorgung mit Folsäure (Vitamin B9).
Nährwerte
In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Steckrübe (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Kilokalorien | 35 kcal |
| Protein | 1 g |
| Fett | 0,2 g |
| Kohlenhydrate | 6 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
| Wasser | 89 g |
Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Steckrübe (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Thiamin (Vitamin B1) | 50 µg |
| Riboflavin (Vitamin B2) | 58 µg |
| Niacin (Vitamin B3) | 850 µg |
| Pantothensäure (Vitamin B5) | 110 µg |
| Vitamin B6 | 200 µg |
| Biotin (Vitamin B7) | 100 ng |
| Folsäure (Vitamin B9) | 42 µg |
| Vitamin C | 33 mg |
| Beta-Carotin | 99 µg |
| Natrium | 10 mg |
| Magnesium | 11 mg |
| Kalium | 227 mg |
| Calcium | 48 mg |
| Phosphor | 31 mg |
| Mangan | 68 µg |
| Eisen | 450 µg |
| Kupfer | 80 µg |
| Zink | 95 µg |
Ist Steckrübe gesund?
Die Steckrübe gilt als nährstoffreiches Lebensmittel und kann als wertvolle Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung betrachtet werden. Sie zeichnet sich durch ihre vielseitigen Inhaltsstoffe aus, die verschiedene Funktionen im Körper unterstützen.
Der hohe Gehalt an Vitamin C in der Steckrübe unterstützt unter anderem den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Darüber hinaus fördert Vitamin C die normale Kollagenbildung, die für die Gesundheit von Haut, Knochen und Blutgefäßen von Bedeutung ist.
Steckrüben sind außerdem eine gute Quelle für Folsäure (Vitamin B9). Folsäure trägt zur Zellteilung sowie zur Bildung roter Blutkörperchen bei. Zudem unterstützt sie wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper, insbesondere in Phasen eines erhöhten Bedarfs, wie etwa in der Schwangerschaft.
Die Kombination dieser Inhaltsstoffe macht die Steckrübe zu einem vielseitigen Lebensmittel mit mehreren funktionellen Eigenschaften.
Steckrübe tiefgekühlt
Steckrüben sind in tiefgekühlter Form erhältlich, jedoch eher selten, da sie überwiegend frisch angeboten werden. Die tiefgekühlte Variante eignet sich besonders für Gerichte, die eine schnelle Zubereitung erfordern, wie Eintöpfe, Suppen oder Gemüsepfannen. Durch die Tiefkühlung bleibt das Produkt lange haltbar und behält seine grundlegenden Eigenschaften, wodurch es eine praktische Alternative für die Vorratshaltung darstellt. Besonders in der industriellen Verarbeitung oder der Gastronomie kann tiefgekühlte Steckrübe eine sinnvolle Option sein, um Zeit und Aufwand bei der Vorbereitung zu reduzieren.
Steckrübe: Tipps für die Zubereitung
Die Steckrübe ist ein vielseitiges Wurzelgemüse, das auf unterschiedliche Weise zubereitet werden kann. Sie zeichnet sich durch ihren leicht süßlichen Geschmack aus, der sowohl in herzhaften als auch in süßlichen Gerichten überzeugt. Im Folgenden werden die gängigsten Zubereitungsmethoden beschrieben.
1. Rohverzehr
In roher Form kann die Steckrübe zum Beispiel in feine Stifte geschnitten und als gesunder Snack oder in geraspelter Form für Salate verwendet werden. Vor dem Verzehr sollte die Schale mit einem scharfen Messer oder einem Sparschäler entfernt werden. Anschließend die Steckrübe gründlich waschen und nach Wunsch weiterverarbeiten.
2. Steckrübe kochen
Für das Kochen der Steckrübe wird das geschälte und gewaschene Gemüse in grobe Würfel oder Scheiben geschnitten. Die Kochzeit beträgt etwa 20 bis 25 Minuten, je nach Größe der Stücke. Dazu wird die Steckrübe in leicht gesalzenem Wasser oder in Brühe gegart. Sie kann nach dem Kochen als Beilage verwendet oder weiterverarbeitet werden, beispielsweise zu Steckrübenpüree oder Steckrübenmus. Für Steckrübenmus werden die weich gekochten Stücke mit etwas Butter und Muskat püriert.
3. Steckrüben in der Pfanne schmoren
Um Steckrüben zu schmoren, wird das Gemüse in mundgerechte Würfel geschnitten. Diese werden in einer Pfanne mit etwas Butter oder Öl bei mittlerer Hitze goldbraun angebraten. Anschließend kann je nach Geschmack etwas Brühe oder Sahne hinzugefügt werden, um die Steckrüben leicht zu dünsten. Geschmorte Steckrüben eignen sich hervorragend als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten.
4. Zubereitung im Backofen als Ofengemüse
Für Steckrüben-Ofengemüse wird das Gemüse nach dem Schälen und Waschen in Stifte oder Würfel geschnitten. Diese werden in einer Schüssel mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und optional frischen Kräutern vermengt. Die Würfel werden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 25 bis 30 Minuten gegart, bis sie goldbraun und weich sind. Die Steckrübenstücke können auch zusammen mit anderem Gemüse wie Möhren, Pastinaken oder Kartoffeln als buntes Ofengemüse zubereitet werden.
5. Steckrüben in der Heißluftfritteuse
Auch in der Heißluftfritteuse lassen sich Steckrüben zubereiten. Die geschälten und gewaschenen Stücke werden ähnlich wie für Ofengemüse vorbereitet: mit etwas Öl und Gewürzen vermengen. Bei 180 Grad benötigen die Steckrüben etwa 15 bis 20 Minuten, um außen knusprig und innen weich zu werden.
Steckrüben bieten durch ihren milden, leicht süßlichen Geschmack und ihre Vielseitigkeit eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Ob als Püree, Suppe, Auflauf oder geröstet im Ofen – das Wurzelgemüse lässt sich auf zahlreiche Weisen ansprechend zubereiten.
Kann man Steckrübe roh essen?
Steckrüben sind grundsätzlich roh verzehrbar und zeichnen sich durch einen milden, leicht süßlichen Geschmack aus, der an Kohlrabi oder Rettich erinnert. Im rohen Zustand eignet sich die Steckrübe vor allem als Zutat in Salaten oder als knackiger Snack. Im Vergleich dazu finden sie in der Küche jedoch häufiger in gegarter Form Verwendung, da sie durch Kochen, Braten oder Dünsten eine angenehm weiche Konsistenz und ein intensiveres Aroma entfalten. Klassische Zubereitungsarten umfassen Pürees, Suppen oder als Gemüsebeilage. Für die Lagerung sollten Steckrüben kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden, idealerweise im Kühlschrank oder Keller. Unbeschädigte Exemplare können so mehrere Wochen haltbar bleiben, während angeschnittene Rüben luftdicht verschlossen und zeitnah verarbeitet werden sollten, um Qualität und Geschmack zu bewahren.
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