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Radieschen - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Radieschen gehören zu den ältesten kultivierten Gemüsearten und werden weltweit geschätzt. Ursprünglich stammen sie vermutlich aus Vorderasien, haben sich jedoch durch ihre Anpassungsfähigkeit und geringe Anbauansprüche in vielen Regionen etabliert. Heute zählen sie zu den charakteristischen Frühlings- und Sommergemüsen und sind besonders für ihre knackige Konsistenz sowie den leicht scharfen Geschmack bekannt. Mit ihrem markanten Aussehen und der Vielfalt an Farben und Formen, wie etwa bunte Radieschen oder schwarze Radieschen, bereichern sie nicht nur den Speiseplan, sondern auch optisch jede Mahlzeit.

Die Vielfalt der Radieschensorten ist beeindruckend und reicht von kleinen, runden Varianten bis hin zu großen Riesenradieschen. Neben den klassischen roten Radieschen gewinnen alte Radieschensorten wieder zunehmend an Bedeutung. Gelbe Radieschen, weiße Radieschen oder auch asiatische Sorten wie chinesische Radieschen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Durch diese Vielfalt bieten Radieschen nicht nur geschmackliche Abwechslung, sondern eröffnen auch zahlreiche Möglichkeiten in der Zubereitung – ob roh, eingelegt oder gekocht.

Radieschen: Infos und Tipps zum Lebensmittel

Die Highlights von Radieschen im Überblick
 

✓ Enthalten Senföle, die für den charakteristischen scharf-würzigen Geschmack verantwortlich sind

✓ Sind kalorienarm und bestehen zu einem Großteil aus Wasser 

✓ Gehören zur Familie der Kreuzblütler und sind eng mit Rettich verwandt

✓ Werden häufig roh in Salaten, als Garnitur oder Snack verwendet

✓ Saisonale Hauptanbauzeit liegt in den Frühlings- und Sommermonaten 

Radieschen: Saison 


Radieschen gehören zu den schnell wachsenden Gemüsesorten und sind sowohl in Deutschland als auch international beliebt. Die Radieschen Aussaat beginnt hierzulande meist im Frühjahr ab März, da sie kühle Temperaturen bevorzugen. Der Anbau ist bis in den Herbst möglich, solange es frostfrei bleibt. Abhängig von den Witterungsbedingungen und der jeweiligen Radieschensorte dauert das Radieschen Wachstum bis zur Ernte etwa vier bis sechs Wochen. Die Radieschenblüten erscheinen erst im späteren Entwicklungsstadium, wenn die Pflanze zu blühen beginnt, was bei regelmäßiger Ernte jedoch vermieden wird. International erfolgt der Anbau vor allem in gemäßigten Klimazonen ganzjährig unter kontrollierten Bedingungen. In den Märkten sind frische Radieschen daher fast das gesamte Jahr über verfügbar. Neben den klassischen Knollen nutzen einige auch das zarte Grün von Radieschen oder ziehen Radieschensprossen aus speziell geeigneten Radieschensamen, die kulinarisch hochwertige Alternativen darstellen.

Welche Radieschen-Sorten gibt es? 


Radieschen zählen zu den vielseitigen Wurzelgemüsen und lassen sich in verschiedene Sorten unterteilen, die sich vor allem in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden. Zu den beliebtesten gehören die klassischen roten Radieschen, die eine kompakte, runde Form und einen leicht scharfen Geschmack aufweisen. Weiße Sorten, wie das Eiszapfen-Radieschen, zeichnen sich durch ihre längliche Form und ein etwas milderes Aroma aus. Zwei- oder mehrfarbige Varianten, beispielsweise rot-weiße Scheibenrettich-Sorten, bieten optische Abwechslung und eine ausgewogene Würze. Darüber hinaus existieren violette und gelbe Radieschensorten, die durch ihre leuchtenden Farben auffallen. Die Unterschiede betreffen nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Textur, die je nach Sorte weich und saftig oder fester ausfallen kann.

Radieschen: Geschmack 


Radieschen zeichnen sich durch ihren pikanten und leicht scharfen Geschmack aus, der durch die enthaltenen Senföle entsteht. Die Schärfe variiert je nach Sorte und Frischegrad und wird häufig von einer milden, erfrischenden Note begleitet. Ihre knackige Konsistenz sorgt für ein charakteristisches Mundgefühl, das sie besonders als Rohkost attraktiv macht. In Kombination mit anderen Zutaten fügt ihr Aroma eine scharfe, würzige Nuance hinzu, die Gerichte auf interessante Weise bereichern kann.

Radieschen: Inhaltsstoffe


Radieschen zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C aus. Dies macht sie zu einer nährstoffreichen Ergänzung in der Ernährung.

Nährwerte 


In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Radieschen (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Kilokalorien17 kcal
Protein1,1 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 2,1 g
Ballaststoffe 1,6 g
Wasser94 g

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente


In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Radieschen (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte. 

 

Thiamin (Vitamin B1)33 µg
Riboflavin (Vitamin B2)30 µg
Niacin (Vitamin B3) 250 µg
Pantothensäure (Vitamin B5)180 µg
Vitamin B660 µg
Folsäure (Vitamin B9)24 µg
Vitamin C29 mg
Beta-Carotin23 µg
Natrium22 mg
Magnesium9,4 mg
Kalium9,4 mg
Kalium239 mg
Calcium25 mg
Phosphor17 mg
Mangan46 µg
Eisen441 µg
Kupfer26 µg
Zink 186 µg

Sind Radieschen gesund? 


Radieschen gelten als gesund, was unter anderem auf ihren hohen Gehalt an Vitamin C sowie der geringen Energiedichte zurückzuführen ist.  

Vitamin C erfüllt verschiedene wichtige Aufgaben im Organismus. Es trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Darüber hinaus ist Vitamin C an der Kollagenproduktion beteiligt, die für die normale Funktion von Haut, Knochen und Blutgefäßen notwendig ist.  

Radieschen bieten eine einfache Möglichkeit, eine abwechslungsreiche Ernährung zu ergänzen. 

Radieschen tiefgekühlt


Radieschen werden in der Regel nicht als Tiefkühlprodukt angeboten, da sie aufgrund ihrer wasserreichen und knackigen Beschaffenheit beim Einfrieren an Textur und Frische verlieren können. Dennoch gibt es seltene Fälle, in denen tiefgekühlte Radieschen, meist geschnitten oder gewürfelt, für spezifische Verarbeitungszwecke erhältlich sind. Die tiefgekühlte Variante eignet sich vor allem für warme Gerichte wie Suppen, Eintöpfe oder Gemüsepfannen, bei denen die Konsistenz eine untergeordnete Rolle spielt. Für den direkten Verzehr oder den Einsatz in Salaten wird hingegen frische Ware bevorzugt.

Radieschen: Lagerung


Frische Radieschen halten mit den richtigen Maßnahmen viele Tage im Kühlschrank. Um das Welken zu vermeiden, entfernt man die Blätter direkt nach dem Kauf, da sie den Knollen Feuchtigkeit entziehen. Die Radieschen werden dann in einem feuchten Tuch oder einer Wasserschale im Gemüsefach gelagert. So bleiben sie knackig und frisch.

Radieschen: Tipps für die Zubereitung 


 Roh    
Radieschen sind in ihrer rohen Form ein Klassiker und können nach minimaler Vorbereitung direkt verzehrt werden. Zunächst werden die Blätter und Wurzelansätze entfernt, die Radieschen gründlich gewaschen und abgetrocknet. Danach lassen sich die Knollen je nach Vorlieben halbieren, vierteln oder in feine Scheiben schneiden. So eignen sie sich ideal für Salate, belegte Brote oder zum roh Knabbern mit Dips wie Kräuterquark. Besonders beliebt ist ein einfacher Radieschensalat: Dafür die Radieschen in dünne Scheiben schneiden und mit einem Dressing aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer verfeinern. 

Im Topf   
Radieschen lassen sich auch als warme Beilage zubereiten. Um eine einfache Radieschensuppe herzustellen, werden die Knollen zunächst gewaschen, klein geschnitten und in etwas Butter angeschwitzt. Anschließend mit Brühe ablöschen und alles etwa 10–15 Minuten weichkochen. Durch Pürieren und die Zugabe von Frischkäse entsteht eine cremig-milde Suppe. Auch die Blätter der Radieschen können hier verwendet werden, indem sie kurz vor dem Pürieren hinzugegeben werden, um ein zusätzliches Aroma zu verleihen. 

In der Pfanne   
Gebratene Radieschen ergeben eine schmackhafte und schnelle Beilage. Die Radieschen werden gewaschen, in Hälften oder Viertel geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Öl oder Butter bei mittlerer Hitze leicht angebraten, bis sie ihre Farbe ändern und etwas weicher werden. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern wie Petersilie oder Thymian abschmecken. Die Hitze mildert ihre Schärfe ab und betont ihren leicht nussigen Geschmack. 

Im Backofen   
Für eine knusprige Variante können Radieschen im Backofen geröstet werden. Die Radieschen werden gewaschen, geviertelt und in einer Mischung aus Olivenöl, Salz und Pfeffer gewendet. Anschließend gleichmäßig auf einem Backblech verteilt und bei 200 °C für etwa 15–20 Minuten geröstet, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Beim Backen wird die Schärfe dezent reduziert und der Geschmack intensiver. 

In der Heißluftfritteuse   
Radieschen gelingen auch in der Heißluftfritteuse und entwickeln dabei eine angenehme, leicht karamellisierte Note. Nach dem Waschen und Zerkleinern werden die Radieschen wie bei der Ofenzubereitung mit etwas Öl und Gewürzen vermengt. In der Heißluftfritteuse bei 180 °C etwa 10–15 Minuten garen, dabei gelegentlich umrühren. Sie bieten sich als kalorienarme Alternative zu fettigen Beilagen an. 

Eingelegt   
Eingelegte Radieschen sind einfach herzustellen und haltbar. Die Radieschen werden in Scheiben geschnitten oder ganz gelassen und in ein sterilisiertes Glas gegeben. Ein Sud aus Wasser, Essig, Zucker, Salz und optional Gewürzen wie Pfefferkörnern oder Senfsamen wird aufgekocht und heiß über die Radieschen gegossen. Verschlossen und einige Tage durchgezogen, entstehen knackige Radieschen mit würzigem Geschmack. 

Pesto aus Radieschenblättern   
Die oft entsorgten Radieschenblätter können nachhaltig verwendet werden, um ein aromatisches Pesto herzustellen. Dafür werden die frischen Blätter gewaschen und zusammen mit Olivenöl, gerösteten Kernen oder Nüssen, Knoblauch, Parmesan und Salz im Mixer oder mit einem Pürierstab zerkleinert. Das Pesto passt hervorragend zu Pasta oder als Brotaufstrich.

Kann man Radieschen roh essen?


Radieschen sind problemlos roh verzehrbar und erfreuen sich besonders in Salaten großer Beliebtheit aufgrund ihres leicht scharfen und erfrischenden Geschmacks. Neben dem Rohverzehr gibt es jedoch auch andere Zubereitungsmöglichkeiten: Radieschen können beispielsweise gedünstet oder angebraten werden, wodurch sie ihre Schärfe verlieren und einen milden, leicht süßlichen Geschmack entwickeln. Auch eingelegte Radieschen bieten eine interessante Variante, die sich durch eine längere Haltbarkeit auszeichnet. 


Leckere Radieschen-Rezepte

Crunchy Erbsen-Sandwich mit körnigem Frischkäse & Radieschen

40Min. / einfach

Erbsenhumus mit Radieschen und Laugenhäschen

20Min. / einfach

Bunter Bratwurstsalat mit Radieschen, Gurke und Käse

20Min. / einfach


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