
Rucola - Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Rucola, auch bekannt als Rauke oder Senfrauke, zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und hat eine lange Geschichte in der traditionellen Küche. Ursprünglich stammt das würzig-nussige Blattgemüse aus dem Mittelmeerraum, wo es schon in der Antike geschätzt wurde. Besonders in Italien findet Rucola seit Jahrhunderten Verwendung und ist ein fester Bestandteil vieler klassischer Gerichte. Durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und seinen markanten Geschmack hat Rucola heute weltweite Bekanntheit erlangt.
Frischer Rucola zeichnet sich durch seine intensiv grünen, gezackten Blätter aus, die in verschiedenen Sorten erhältlich sind. Dabei reicht die Palette von wildem Rucola mit besonders aromatischem Geschmack bis zu milderen Varianten. Auch regional wird Rucola zunehmend angebaut, um kurze Transportwege und frische Qualität zu gewährleisten. Die geschmackliche Vielfalt und die charakteristische Schärfe machen das Blattgemüse zu einer geschätzten Zutat in Salaten, Pasta oder als Topping – ein Beispiel für die gelungene Verbindung von Tradition und moderner Küche.
Rucola: Infos und Tipps zum Lebensmittel
Die Highlights von Rucola im Überblick
✓ Gehört zur Familie der Kreuzblütler und zeichnet sich durch einen würzig-nussigen Geschmack aus
✓ Enthält sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, die für das leicht scharfe Aroma sorgen
✓ Wird überwiegend roh in Salaten, auf Pizza oder als Belag für Sandwiches verwendet
✓ Kann saisonal in Mitteleuropa von Frühjahr bis Herbst aus regionalem Anbau bezogen werden
✓ Kühllagerung sorgt für Frische und verlängert die Haltbarkeit nach der Ernte
Rucola: Saison
Rucola, auch als Rauke oder Garten-Senfrauke bekannt, wird in Deutschland überwiegend von April bis Oktober angebaut. Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht sowohl im Beet, Hochbeet als auch in Töpfen. Die Keimung der Rucola-Samen erfolgt bei einer Temperatur von etwa 10 bis 20 Grad Celsius bereits nach wenigen Tagen, sodass sie unter optimalen Bedingungen schnell geerntet werden kann. Im internationalen Anbau gibt es keine feste Saison, da Rucola aufgrund seiner niedrigen Ansprüche an Boden und Klima ganzjährig kultiviert wird, insbesondere in wärmeren Regionen wie Südeuropa. In Supermärkten und auf Wochenmärkten ist frischer Rucola daher das ganze Jahr über erhältlich – oft stammen die Blätter außerhalb der heimischen Erntesaison aus Italien oder Spanien. Bei später Ernte nach der Blüte kann der Geschmack des Rucolas allerdings deutlich intensiver und schärfer ausfallen.
Welche Rucola-Sorten gibt es?
Rucola, auch bekannt als Rauke, ist in verschiedenen Sorten erhältlich, die sich durch Geschmack und Aussehen unterscheiden. Die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) zeichnet sich durch ihre intensivere Schärfe und schmalen, gezackten Blätter aus, die ihr einen charakteristisch würzigen Geschmack verleihen. Im Vergleich dazu hat die Salatrauke (Eruca sativa) breitere, glatte Blätter und einen milderen, leicht nussigen Geschmack, der sich gut für vielseitige Gerichte eignet. Eine weitere Unterscheidung liegt in der Wuchshöhe, wobei die Wilde Rauke oft kompakter wächst. Beide Sorten bieten sich ideal für frische Salate, Pestos oder als pikante Beilage an.
Rucola: Geschmack
Rucola zeichnet sich durch einen unverwechselbaren, leicht scharfen und nussigen Geschmack aus, der oft mit einer dezenten Bitterkeit einhergeht. Die Intensität des Aromas kann jedoch variieren, abhängig von der Frische und vom Reifegrad der Blätter. Während junge Blätter etwas milder und zarter schmecken, entwickeln ältere Blätter eine ausgeprägtere Schärfe, die dem Gaumen eine besondere Würze verleiht.
Rucola: Inhaltsstoffe
Rucola enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die es zu einer beliebten Zutat in der Küche machen.
Nährwerte
In der folgenden Tabelle siehst du, welche Nährstoffe pro 100 Gramm Rucola (roh) enthalten sind. Bei den Nährwertangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Kilokalorien | 27 kcal |
| Eiweiß | 2,6 g |
| Fett | 0,7 g |
| Kohlenhydrate | 2,1 g |
| Ballaststoffe | 1,6 g |
| Wasser | 92 g |
Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
In der Tabelle kannst Du sehen, welche Vitamine und Mineralien Rucola (roh) pro 100 Gramm enthält. Bei den Mengenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
| Thiamin (Vitamin B1) | 40 µg |
| Riboflavin (Vitamin B2) | 90 µg |
| Niacin (Vitamin B3) | 300 µg |
| Vitamin B6 | 70 µg |
| Beta-Carotin | 1,4 mg |
| Natrium | 27 mg |
| Kalium | 369 mg |
| Calcium | 160 mg |
| Eisen | 1,5 mg |
| Zink | 400 µg |
Ist Rucola gesund?
Rucola ist eine gute Quelle für die Mineralstoffe Kalium und Calcium. Während Kalium zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks beiträgt, sorgt Calcium unter anderem für die Erhaltung der Knochen- und Zahngesundheit. In der Küche ist Rucola daher nicht nur wegen seines würzigen Geschmacks beliebt, sondern auch als hochwertige Zutat, die den Speiseplan sinnvoll ergänzen kann.
Rucola: Tipps für die Zubereitung
Rucola ist ein vielseitiges und aromatisches Blattgemüse, das sich für zahlreiche Zubereitungsarten eignet. Die würzige Note macht ihn sowohl in kalten als auch warmen Gerichten beliebt. Hier sind die gängigsten Zubereitungsformen:
Roh – als Rucola-Salat
Rucola wird häufig roh als frischer Salat verwendet. Vor der Zubereitung sollten die Blätter gründlich unter fließendem Wasser gewaschen und gegebenenfalls grobe Stiele entfernt werden. Anschließend können sie mit einer einfachen Vinaigrette aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer angerichtet werden. Je nach Geschmack lässt sich der Salat mit Zutaten wie Parmesan, Pinienkernen oder Tomaten verfeinern. Für etwas Süße könnten frische Früchte wie Birnen oder Feigen ergänzt werden.
Zu heißem Gericht – als Belag für Pizza oder Pasta
Rucola wird oft als frischer Belag für Pizza oder Pasta genutzt, um die Gerichte aromatisch abzurunden. Bei einer Pizza wird der Rucola erst nach dem Backen auf die heiße Pizza gegeben, damit die Blätter ihr intensives Aroma und ihre frische Textur behalten. Bei Pasta wird Rucola ebenfalls roh über das fertige Gericht gelegt, besonders als Ergänzung zu cremigen oder tomatigen Soßen.
Püriert – für Rucola-Pesto
Für ein Rucola-Pesto können die frischen Blätter zusammen mit Olivenöl, geriebenem Parmesan, Knoblauch, Pinien- oder Walnüssen und etwas Salz püriert werden. Die Zubereitung erfolgt am besten mit einem Mixer oder Pürierstab, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erhalten. Dieses Pesto eignet sich hervorragend als Soße für Pasta, als Aufstrich für Sandwiches oder als Dip. Wichtig ist, das Pesto luftdicht aufzubewahren, um die Frische zu erhalten.
Kurz erhitzt – Rucola anbraten
Rucola kann auch leicht in der Pfanne angebraten werden, etwa als Beilage oder Zutat für warme Gerichte. Dafür etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Rucola nur kurz bei mittlerer Hitze hineingeben, bis er leicht zusammenfällt. Häufig werden in diesem Schritt auch Knoblauchscheiben oder Zwiebeln beigegeben. Es empfiehlt sich, den Rucola nach dem Anbraten direkt zu servieren, um die Konsistenz und den Geschmack zu erhalten.
Gemixt – als Rucola-Smoothie
Rucola kann auch roh als Zutat in Smoothies verwendet werden. Hierfür eignen sich besonders Kombinationen mit Obst wie Apfel, Banane oder Mango, da diese die würzige Note des Rucolas ausgleichen. Einfach alle Zutaten zusammen mit Wasser oder einem Pflanzendrink in einen Mixer geben und fein pürieren. Ein Rucola-Smoothie ist eine schnelle Möglichkeit, den intensiven Geschmack des Blattgemüses auf eine etwas andere Weise zu genießen.
Rucola überzeugt somit durch seine Vielseitigkeit und lässt sich auf unterschiedlichste Weisen in jede Küche integrieren.
Kann man Rucola roh essen?
Rucola wird vorwiegend roh verzehrt und häufig in Salaten, auf Pizzen oder als Garnitur verwendet. Im Rohzustand behält er seine knackige Textur sowie seinen charakteristischen, leicht scharfen und nussigen Geschmack. Alternativ kann Rucola auch gedünstet oder in warmen Speisen wie Pasta oder Risotto verarbeitet werden, wobei er dabei leicht an Biss und Intensität verliert.
Rucola: Lagerung
Für die Lagerung sollte Rucola im Kühlschrank aufbewahrt werden, idealerweise in einem feuchten Tuch oder einer perforierten Plastiktüte, um ihn länger frisch zu halten. Er ist jedoch empfindlich und sollte zügig verzehrt werden, da die Blätter schnell welken.
Leckere Rucola-Rezepte
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