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Gerichte zum Einfrieren - Tipps & Tricks

Essen einzufrieren ist praktisch. Aber nicht alle Gerichte eignen sich dafür. Welche Gerichte das sind, warum es sich lohnt und worauf Sie beim Einfrieren achten sollten, erfahren Sie hier.

Warum überhaupt einfrieren?
 

Weil Sie damit zu viel gekochtes Essen vor dem Mülleimer retten. Jeder kennt das: Wir haben uns bei der Menge verschätzt. Die Augen waren mal wieder größer als der Magen. Und schon bleibt noch eine gute Portion vom köstlichen Mittagessen übrig. Warum wegwerfen, wenn Sie es in der Gefriertruhe haltbar machen können?


Weil Sie damit nach Belieben auch größere Mengen vorkochen können. Das lohnt sich. Nicht umsonst erfreut sich das neuerdings „Meal Prepping“ (engl. Meal = Mahlzeit, Prepping = vorbereiten) genannte Vorkochen von Mahlzeiten vor allem unter Sportlern und beruflich vielbeschäftigen Menschen so großer Beliebtheit. Gerade wenn die Zeit mal wieder besonders knapp bemessen ist, sind leckere selbstgekochte Gerichte aus dem Tiefkühler optimal. Denn sie lassen sich im Handumdrehen zubereiten. So sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld. Schließlich wäre es deutlich teurer, wenn Sie stattdessen in ein Restaurant zum Essen gehen würden.


Weil Sie damit Lebensmittel, die nur saisonal verfügbar sind, haltbar machen können. So können Sie beispielsweise das Königsgemüse Spargel auch noch im Herbst genießen.

Vor allem aber: Weil es unheimlich praktisch ist, immer ein köstliches Essen vorrätig zu haben - ganz gleich, ob es nun selbst zubereitet, im Supermarkt als Tiefkühlkost gekauft oder von Eismann direkt zu Ihnen nach Hause geliefert wurde.

 


 

Welche Gerichte lassen sich gut einfrieren?


Mit nur wenigen Ausnahmen lassen sich nahezu alle zubereiteten Gerichte einfrieren.

Fleisch und Fleischgerichte

 

Sowohl Fleisch als auch fertig zubereitete Fleischgerichte eignen sich sehr gut für den Gefrierschrank. Tiefgefroren sind sie meist mindestens drei Wochen haltbar. Der Clou hierbei: Oftmals schmecken fleischhaltige Gerichte nach dem Einfrieren und Wiederauftauen sogar noch besser, da intensiver. Ähnlich wie bei einem Gulasch, das ja bekanntermaßen auch erst dann seinen vollen Geschmack entfaltet, wenn es an den Folgetagen aufgewärmt wird.

 

Insider-Tipps:

 

  • Je höher der Fettgehalt, desto schneller verdirbt das Fleisch auch im gefrorenen Zustand. Entfernen Sie deshalb etwaige Fettränder noch vor dem Einfrieren.
  • Möchten Sie noch nicht zubereitetes Fleisch einfrieren? Dann sollten sie es vorher weder marinieren noch würzen oder salzen, denn beides entzieht dem Fleisch reichlich Wasser.
  • Auch wenn es etwas länger dauert: Legen Sie gefrorene Fleischgerichte zum schonendem Auftauen - am besten über Nacht - immer in den Kühlschrank. Denn taut man Fleisch bei Zimmertemperatur auf, dann vermehren sich leider allzu rasch Bakterien und Keime. Überdies wird das Fleisch so schnell trocken und zäh. Alternativ können Sie natürlich auch ein passendes Auftauprogramm Ihrer Mikrowelle nutzen.
     

Fisch und Fischgerichte

 

Frischfisch und bereits zubereitete Fischgerichte eignen sich bestens zum Einfrieren und Aufbewahren im Gefrierfach. Nicht umsonst wird frisch gefangener Fisch meist bereits auf den Fangschiffen tiefgefroren.

Insider-Tipps:

  • Gekochte Fischgerichte bitte unmittelbar nach der Zubereitung einfrieren (die Haltbarkeit liegt bei rund drei Wochen) und nach dem Auftauen zeitnah erwärmen. So bleiben Geschmack und Konsistenz bestens erhalten.
  • Genauso wie Fleisch sollten Sie auch Frischfisch und Fischgerichte nicht bei Zimmertemperatur, sondern behutsam im Kühlschrank auftauen.
  • Haben Sie ein Fischgericht bereits einmal aufgetaut, sollten Sie es anschließend nicht erneut einfrieren.


Suppen und Saucen

 

Feine Soßen und schmackhafte Suppen können Sie gut portionieren, indem Sie sie auf mehrere Aufbewahrungsbehälter verteilen. Anschließend sind sie im Tiefkühlfach meist bis zu drei Monate haltbar.


Gemüse
 

Ob Brokkoli, Erbsen, Pilze oder Zucchini, das meiste Gemüse eignet sich sehr gut für den Tiefkühler.

Insider-Tipps:

  • An einigen Gemüsesorten wie Auberginen, Bohnen, Broccoli, Erbsen und Möhren haften oft noch Bakterien und Keime. Blanchieren Sie deshalb, bevor Sie einfrieren. Geben Sie hierzu das bereits sorgfältig gewaschene und kompakt geschnittene Gemüse für etwa zwei bis drei Minuten in kochend heißes Wasser. Anschließend schrecken Sie es mit eiskaltem Wasser ab und frieren es am besten portionsweise ein.
  • Besonders wasserhaltige Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten und Salate eignen sich nicht zum Einfrieren. Der Grund: Durch den hohen Wassergehalt wären sie nach dem Auftauen optisch unansehnlich, da welk oder matschig und auch geschmacklich keine Freude.
  • Gefrorenes Gemüse muss nicht aufgetaut werden. Sie können es direkt in die Pfanne oder in den Topf geben.


Brot und Brötchen


Backwaren sind geradezu prädestiniert für die Tiefkühltruhe. So haben Sie auch am Wochenende oder wenn Ihr Lieblingsbäcker bereits geschlossen hat, stets frische Brötchen.

Insider-Tipps: 

 

  • Warten Sie mit dem Einfrieren nicht zu lange. Je frischer die Backwaren eingefroren werden, desto besser schmecken sie nach dem Auftauen. Brötchen vom Vortag einzufrieren wäre hingegen keine allzu gute Idee.
  • Tauen Sie die tiefgefrorenen Brötchen am besten zunächst in der Mikrowelle auf. In der Regel dauert dies gerade mal eine Minute. Anschließend legen Sie ein Brötchen nach dem anderen für jeweils zwei bis drei Minuten auf Ihren Toaster oder bei mittlerer Hitze auf einen Rost in Ihren Backofen.
  • Besonders knusprig werden Brötchen, wenn man sie vor dem Aufbacken mit ein wenig Wasser bepinselt.
     

 

Welche Gerichte sollte man nicht einfrieren?


 

  • Kartoffel

    Rohen Salz- und Pellkartoffeln bekommt das Tiefkühlen nicht. Denn beim Gefrieren wird die enthaltene Stärke in Zucker umgebaut. Sie verlieren deutlich an ihrem ursprünglichen Aroma und werden schnell unansehnlich. Sind die Kartoffeln hingegen schon verarbeitet, z.B. zu Bratkartoffeln, Pommes oder Kroketten, dann eignen sie sich sogar sehr gut zum Tiefkühlen.
     
  • Besonders wasserhaltige Gemüsesorten

    Gurken-, Tomaten- und Blattsalate eignen sich nicht für den Tiefkühler. Sie enthalten sehr viel Wasser. Nach dem Auftauen zeigen sie eine matschige Konsistenz, da ihr hoher Wassergehalt beim Einfrieren Zellgewebe zerstört. Das macht sie weder für das Auge noch für den Gaumen zu einem Genuss. Eine der wenigen Ausnahmen ist Spargel. Trotz seines hohen Wassergehaltes verfügt er über eine stabile Zellstruktur und eignet sich somit durchaus für die Gefriertruhe.
     
  • Besonders fetthaltiges Fleisch

    Je höher der Fettgehalt, desto schneller verdirbt Fleisch auch im Gefrierfach. Trennen Sie deshalb von Fleischgerichten die Fettränder noch vor dem Einfrieren sauber ab.
     
  • Milchprodukte

    Bei selbst zubereitetem Joghurt oder Milchreis kann die Milch beim Auftauen gerinnen und ausflocken. Verzichten Sie deshalb besser auf das Einfrieren.
     


     

Wie friert man am besten Gerichte ein?
 

  • Lassen Sie das frisch gekochte Gericht zunächst komplett abkühlen.
     
  • Überlegen Sie sich anschließend, ob sie das Gericht lieber portionsweise (ideal für eine Person) oder im Ganzen (genau richtig für Familien) einfrieren.
     
  • Verpacken Sie die Gerichte in luftdicht verschließbaren Plastikbehältern oder speziellen Gefrierbehältern. Von Alufolie raten wir hingegen ab, da die gesundheitsschädlichen Bestandteile des Silberpapiers von Gerichten aufgenommen werden können.
     
  • Frieren Sie Soßen separat ein.
     
  • Notieren Sie auf einem kleinem Klebeetikett das Einfrierdatum. So haben Sie die Lagerzeit stets gut im Blick.
     
  • Zusatztipp: Führen Sie am Rechner eine Liste über die von Ihnen eingefrorenen Gerichte. Denn die Erfahrung zeigt, dass vor allem Gerichte, die weit hinten im Tiefkühler ihren Platz gefunden haben, schnell in Vergessenheit geraten. Dieses Verzeichnis können Sie ausdrucken und mit einem Magneten an Ihrer Kühltruhentür befestigen.
  •  

 

Wie lange sind eingefrorene Gerichte haltbar?


Meist bis zu drei Monate, doch pauschal lässt es sich leider nicht beantworten. Am besten Sie machen nach dem Auftauen eine Sicht- und Geruchsprobe: Hat das Gericht seine Konsistenz verändert? Oder riecht es unfrisch? Dann sollten Sie es besser nicht mehr verzehren. Selbiges gilt für den Fall, wenn Sie beim Verkosten feststellen, dass sich der Geschmack zu seinen Ungunsten verändert hat.

 

 


 

Lassen sich bereits aufgetaute Gerichte erneut einfrieren?


Grundsätzlich ja, zumindest vegetarische und Fleischgerichte. Voraussetzung ist jedoch, dass die Gerichte hygienisch und qualitativ noch einwandfrei sind und maximal sehr kurze Zeit der Zimmertemperatur (weniger als eine Stunde) ausgesetzt waren. Bei bereits aufgetauten Fischgerichten sollten Sie hingegen von einem erneuten Einfrieren besser Abstand nehmen.

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